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Übersicht
Von der Idee zum Ergebnis: Gelungene Vertiefungsarbeiten der EFZ-Abschlussklassen
Am 19. Januar 2026 fand in den Räumlichkeiten der ABZH die Vernissage zu den Vertiefungsarbeiten der EFZ-Klassen statt. Geehrt wurden die Lernenden, die sehr gute Vertiefungsarbeiten verfasst hatten. Nach der Einführung durch die Rektorin Meta Studinger durften die Lernenden unter Applaus ein Präsent entgegennehmen.
Das Oberthema der diesjährigen Vertiefungsarbeiten lautete «unterstützen». Einmal mehr zeigte sich der grosse Ideenreichtum der Lernenden bei der Umsetzung dieses Themas. Präsentiert wurden 56 Werke mit Titeln wie «Faszination Bergrettung», «Unterstützen mit Heilpflanzen», «Das Leben am seidenen Faden: FSME bei Mensch und Tier», «Bella Italia», «Unterstützen auf 2'524 m ü. M.», «Storytelling – wie Geschichten das Sprachenlernen verändern», «Pflegekräftemangel», «Echinacea – natürliche Unterstützung für den Körper», «Was tut die IWC für die Umwelt?» und «Zughundesport», um nur einige zu nennen.
Besonders hervorzuheben sind die sechs Lernenden Robin Gloor mit «Diagnose: Frau – alles andere übersehen?», Ognjen Lasica mit «Arbeitssicherheit und Arbeitsgesundheit», Alicia Lo Martire mit «Meinen Debütroman ‹See You› sichtbar machen», Melanie Montseny mit «Das Selbstbild der Frau anhand eines Wickelkleides», Anina Ulrich mit «Die Spitex und ich» sowie Alyssia von Bülow mit «Lokale Buchhandlungen: Woch lesen lebt und Unterstützung zählt». Sie stellten ihre gelungenen Arbeiten den Gästen in einer knapp 30-minütigen Präsentation sehr professionell vor. Es braucht Mut, sich vor einem grösseren Publikum zu präsentieren. Chapeau, liebe Lernende!
Beim feinen Apéro konnten die Lernenden gemeinsam mit ihren Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, Eltern, Freundinnen und Freunden, der Schulleitung sowie den ABU-Lehrpersonen auf ihre tolle Leistung anstossen.
Nach der Vernissage werden die Vertiefungsarbeiten noch während drei Wochen in einer Ausstellung gezeigt, die von den anderen Klassen rege besucht werden wird. Dabei holen sich diese Ideen für ihre eigene, bald anstehende Vertiefungsarbeit.
Das Verfassen einer Vertiefungsarbeit erfordert viel Durchhaltevermögen und mitunter eine hohe Frustrationstoleranz. Das Schreiben verlangt den Lernenden zudem in Bezug auf Methodentechnik und den Umgang mit digitalen Medien einiges ab. Umso eindrücklicher ist es, wie die Lernenden diesen Ansprüchen gerecht werden. Ein grosses Dankeschön gilt allen Beteiligten, die zum guten Gelingen beigetragen haben: den Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, den Eltern, dem Freundeskreis, den beteiligten Lehrpersonen, der Schulleitung sowie dem Hausdienst, die diese Anlässe ermöglicht und tatkräftig unterstützt haben.
Der perfekte Wintersporttag
Jedes Jahr organisieren die Sportlehrpersonen zwei Wintersporttagefür die Lernenden der ABZH. In diesem Jahr führte das Programm nach Madrisa bei Klosters – und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Bei besten Bedingungen genossen 47 Lernende gemeinsam mit zwei Lehrpersonen einen rundum gelungenen Tag im Schnee. Sonnenschein, bestens präparierte Pisten und eine motivierte Gruppe sorgten für ideale Voraussetzungen. «Es war ein Traumtag, mit Traumpisten und Traumlernenden», schwärmt Nadine Hutter, die Fachgruppenleiterin.
Ob auf Ski oder Snowboard – die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis standen im Mittelpunkt. Die Bilder sprechen für sich...
Ein herzliches Dankeschön gilt den Sportlehrpersonen für die gute Organisation und ihr grosses Engagement, unseren Lernenden diesen tollen Wintersporttag zu ermöglichen.
Der perfekte Wintersporttag
Jedes Jahr organisieren die Sportlehrpersonen zwei Wintersporttagefür die Lernenden der ABZH. In diesem Jahr führte das Programm nach Madrisa bei Klosters – und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Bei besten Bedingungen genossen 47 Lernende gemeinsam mit zwei Lehrpersonen einen rundum gelungenen Tag im Schnee. Sonnenschein, bestens präparierte Pisten und eine motivierte Gruppe sorgten für ideale Voraussetzungen. «Es war ein Traumtag, mit Traumpisten und Traumlernenden», schwärmt Nadine Hutter, die Fachgruppenleiterin.
Ob auf Ski oder Snowboard – die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis standen im Mittelpunkt. Die Bilder sprechen für sich...
Ein herzliches Dankeschön gilt den Sportlehrpersonen für die gute Organisation und ihr grosses Engagement, unseren Lernenden diesen tollen Wintersporttag zu ermöglichen.
Zwei Schulen, zwei Rektoren, eine Mission
Die Ansprüche an Schule und Lehrpersonen sind nicht nur mit der Digitalisierung deutlich gestiegen. Das Rollenbild der Lehrpersonen ist im Wandel: Sie sind längst nicht mehr ausschliesslich Wissensvermittler, sondern Berater, Begleiter und Problemlöser. Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen, bringt aber auch Stolpersteine. Viele Jugendliche fühlen sich durch die grossen Wahlfreiheiten überfordert, die Zahl der Fälle mit psychosozialen Schwierigkeiten und Spezialbedürfnissen nimmt zu, die Klassen sind heterogen. Umso wichtiger ist es, Lernende während ihrer Lehre gut und sicher zu begleiten.
Zwei Rektoren, denen es ein grosses Anliegen ist, ihre Lehrpersonen für diese Herausforderungen zu rüsten, sind Rico Largiadèr von der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich (BSDPZ) und Meta Studinger. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, Lehrpersonen mit gezielten internen Kursen das nötige Rüstzeug zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, den CAS «Fördern und Coachen» zu absolvieren. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit dem EHB eine vielseitige, vierjährige Weiterbildungsreihe zur «neuen Rolle der Lehrpersonen».
"Nachdem wir, bedingt durch den Lockdown und die damit verbundene Digitalisierung, vor allem digitale Weiterbildungen gemacht hatten, wollten wir einen Gegenpol setzen. An beiden Schulen stehen die Lernenden im Vordergrund und wir haben sehr engagierte Lehrpersonen, die täglich ihr Bestes geben, um den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir wollten ihnen mit dieser Weiterbildungsreihe Werkzeuge mitgeben, die sie dabei unterstützen. Die Kurse werden in der SCHILF und in den Wochen nach dem QV angeboten, um die Lehrpersonen nicht noch zusätzlich zu belasten", so Meta Studinger.
Beide Schulen führen ihre diesjährigen schulinternen Fortbildungen an der ABZH durch und feiern die erfolgreiche Kooperation im Rahmen eines grossen weihnächtlichen Mitarbeitenden-Anlasses.
Auch darüber hinaus nutzen die beiden Schulen Synergien, sei es bei Projekten, beim Austausch von Know-how oder bei gemeinsamen Veranstaltungen.
Rico Largiadèr: «Gemeinsam wachsen für die Zukunft»
„Unsere Lehrpersonen sind die Schlüsselpersonen für eine gelingende Lernbiografie. An beiden Schulen setzen wir bewusst auf eine Kultur der Stärkenorientierung, des Wohlbefindens und der Sinnhaftigkeit. Denn nur wer selbst positive Emotionen erlebt, Engagement zeigt, Beziehungen pflegt, Sinn findet und Erfolge feiert, kann Lernende wirksam begleiten. Weiterbildung ist für uns deshalb nicht Pflicht, sondern Teil einer Haltung: Wir wollen gemeinsam wachsen, als Menschen und als Schule. Die Kooperation eröffnet dabei beiden Schulen neue Perspektiven und Synergien: Wir lernen voneinander, bündeln Ressourcen und schaffen ein Netzwerk, das allen Beteiligten zugutekommt, unseren Lehrpersonen, unseren Lernenden und letztlich der gesamten Bildungslandschaft.“
Nachhaltigkeit hinterlässt Spuren: Ein Rückblick auf die Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit
Vom 10. bis 14. November 2025 stand die ABZH erneut ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft“ erlebten die Lernenden eine Woche voller praxisnaher Workshops, Exkursionen und kreativer Projekte – mit dem Ziel, das Umweltbewusstsein zu stärken und die Eigenverantwortung der Lernenden zu fördern.
Beim Gespräch mit Klimaseniorin Oda Müller wurde deutlich:
„Vielleicht kann man gemeinsam etwas bewegen – Bewusstsein schaffen, aber auch Zuversicht, denn ohne Zuversicht geht es nicht.“
Vielfältige Lernformate
Die Woche bot interaktive Klimagespräche, Workshops zu Energie, Klima und Kreislaufwirtschaft, Experimente mit Wärmebildkameras und VR-Brillen sowie Exkursionen zur KEZO, ins Wasserwerk Höngg und zu den SBB-Werkstätten Altstetten. Ein Netto-Null-Spaziergang zeigte, wie Klimaziele im Alltag sichtbar werden, während Theater, Schnitzeljagd und Filmvorführungen Nachhaltigkeit spielerisch und kreativ erlebbar machten.
Praxis und Inspiration
Teil des Programms waren unter anderem Begegnungen mit externen ReferentInnen wie zum Beispiel Claudia Pronk vom Hotel Nira Alpina, die den Lernenden das Nachhaltigkeitskonzept ihres Betriebs näher brachte. Sie war vom Austausch mit den Lernenden begeistert:
„Der Austausch mit den Lernenden hat mir grosse Freude bereitet. Ich schätze die vielen realistischen und zugleich überraschend kreativen Ideen sehr, die ich aus diesem Nachmittag mitnehmen durfte.“
Unsere Lernenden zeigten ebenfalls viel Einsatz und Motivation in den verschiedenen Formaten:
„Ich fände es toll, wenn solche Begegnungen öfter stattfinden würden.
Ich habe mehr Motivation, selbst aktiv zu werden. Ich sehe: Es ist nicht zu spät - und nie zu früh-, um anzufangen."(Eline Ruf, Lernende)
Damit eine so grosse Schule wie die ABZH eine Woche dieses Formats durchführen kann, muss hinter den Kulissen viel geleistet werden. Lehrpersonen, Mitarbeitende, OK und Schulleitung waren alle engagiert an der Umsetzung beteiligt. Dazu Jasmin Mesic, Möglichmacher und gute Seele des Hauses:
„Es war eine sehr schöne, aber auch intensive Zeit – mit den drei Phasen vor, während und danach.“
Das OK wird die Rückmeldungen zur Nachhaltigkeitswoche analysieren und in die Organisation der Schwerpunktwoche nächstes Jahr, die zum Oberthema «soziale Nachhaltigkeit» stattfindet, einfliessen lassen.
Tierische Begleitung
Unser Nachhaltigkeitsmaskottchen begleitete uns während der genazen Schwerpunktwoche und motiviert uns auf unserer App, Challenges in Angriff zu nehmen. Der kleine Löwe symbolisiert Stärke, Mut und Engagement – Eigenschaften, die wir für eine nachhaltige Zukunft brauchen. Lernende und Lehrpersonen durften Namensvorschläge eingeben und in einem zweiten Schritt über unseren Instagram-Kanal über den Namen abstimmen – und nun lüften wir ihn: Klimo. Klimo wird uns weiterhin begleiten und ebenso Spuren im Schulhaus hinterlassen wie die Schwerpunktwoche selbst.
Fazit
Die Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit der ABZH hat eindrücklich gezeigt, wie Bildung und Praxis Hand in Hand gehen können. Workshops, Exkursionen, Diskussionen und kreative Formate machten Nachhaltigkeit erlebbar!
Vielen herzlichen Dank an die vielen externen Personen und Institutionen, die uns bei dieser Woche unterstützt haben, sowie an das OK Claudia Stöckli, Kevin Benz und Meta Studinger, die mit grossem professionellem Einsatz das Konzept erarbeitet und die Schwerpunktwoche organisiert haben. Eine tolle Zusammenarbeit ist unter anderem mit dem Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich und mit der Baudirektion des Kanton Zürich (Koordinationsstelle Umweltschutz) entstanden. Auch Betriebe und Hotels wie das Capsule Hotel und das Hotel Nira Alpina haben uns sehr unterstützt. Ebenso gilt ein herzlicher Dank allen Lehrpersonen und dem Verwaltungsteam sowie dem Hausdienst, die mit ihrem Einsatz massgeblich zum Gelingen dieser besonderen Woche beigetragen haben.
Die Bildstrecke lädt dazu ein, die spannenden Workshops, Exkursionen und kreativen Projekte unserer Woche noch einmal zu erleben:
„Hoffnung muss ins Handeln kommen“ – Ein Gespräch über Klima, Generationen und Verantwortung
Generationen im Gespräch: Gemeinsam fürs Klima
Interview mit Frau Oda Müller
Vorstandsmitglied im Verein ‚KlimaSeniorinnen Schweiz
und Eline Ruf, angehende Hotelfachfrau an der ABZH,
am 13. November 2025
Anlässlich der diesjährigen Schwerpunktwoche zum Thema Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft bereiteten verschiedene Klassen mit ihren Lehrpersonen nach einer Filmvorführung Fragen vor, die sie der Klimaseniorin Frau Oda Müller stellen konnten. Die Lernenden waren gut vorbereitet und scheuten sich nicht, auch kritisch nachzufragen. Frau Müller, die erstmals vor einem so jungen Publikum sprach, beantwortete die Fragen offen und engagiert. Für das Publikum war spürbar, dass hier jemand stand, der für sein Anliegen einsteht und mit Überzeugung darüber spricht.
Anschliessend traf sich unsere Lernende Frau Eline Ruf mit Frau Oda Müller, Vorstandsmitglied der Klima-Seniorinnen zu einem gegenseitigen Austausch.
Frau Müller, was war Ihr erster Gedanke, als Sie von der ABZH angefragt wurden, mit jungen Menschen über Ihr Engagement zusprechen?
Müller: Ich habe mich sehr gefreut. Die Idee, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, fand ich spannend. Vielleicht kann man gemeinsam etwas bewegen – Bewusstsein schaffen, aber auch Zuversicht, denn ohne Zuversicht geht es nicht.
Diese Zuversicht zeigt sich auch in Ihrem Engagement. Was treibt Sie persönlich an?
Müller: Lange hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich wusste, dass mein Verhalten der Umwelt schadet – aber ich habe nichts an meinem Verhalten geändert. Dann las ich, dass in Bern ein Verein von Seniorinnen gegründet werden soll, mit dem Ziel, den Staat wegen unzureichender Klimapolitik zu verklagen. Das war für mich eine Initialzündung. Ich dachte: Da kann ich etwas tun! Hoffnung ist wichtig, aber sie darf nicht passiv bleiben. Hoffnung muss ins Handeln kommen.
Frau Ruf: Wie nimmt Ihre Generation das Thema ‘Klimawandel’ aus Ihrer Sicht wahr?
Ruf: Es ist auf jeden Fall ein Thema. Man hört und sieht es ständig – durch Demos, Social Media oder in der Schule. Aber oft bleibt es oberflächlich. Viele wissen gar nicht, was sie konkret tun können. In meinem Umfeld engagieren sich nur wenige aktiv. Ich selbst gehe ab und zu Abfall sammeln, aber es ist schwer, andere mitzunehmen.
Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Ihre Generation?
Ruf: Viele fühlen sich nicht direkt betroffen. Der Klimawandel scheint weit weg, man sieht ihn auf dem Handy, aber nicht im Alltag. Gleichzeitig ist Fliegen oft bequemer und billiger als klimafreundlich zu reisen. Social Media vermittelt, dass alles ständig im Wandel ist – durch Fashion und Trends, die kommen und gehen. Dadurch fällt es vielen schwer, Verantwortung mit Blick auf die Zukunft zu übernehmen.
Frau Müller, wie hat sich das Bewusstsein für Umwelt und Klima über die Jahre verändert?
Müller: Als wir 2016 den Verein gründeten, erschien vielleicht einmal pro Woche ein Artikel zum Klima. Heute ist das Thema allgegenwärtig und deutlich fundierter und präsenter. Niemand kann mehr behaupten, nichts über die Klimakrise zu wissen – selbst Klimaleugner müssen informiert sein, um widersprechen zu können.
Frau Ruf, wann haben Sie in der Schule erstmals über Klima gesprochen?
Ruf: Erst ab der Sekundarschule. Davor ging es höchstens um Wetter oder Gletscher. Später wurde klar, dass die Klimakrise real ist und jeder einzelne Mensch etwas beitragen kann. Man hat uns Fakten gezeigt, aber oft blieb es bei Appellen – etwa weniger fliegen oder konsumieren.
Frau Müller, waren Sie früher nachhaltiger unterwegs?
Müller: Wenn Sie mit früher vor meinem Beitritt zu den Klimaseniorinnen meinen: Nein, gar nicht. Ich habe das Auto genommen, ohne an die Folgen zu denken. Erst mit der Arbeit im Vorstand wurde mir bewusst, wie viel ich lernen und ändern musste.
Frau Ruf, was wünschen Sie sich von den Eltern und Grosseltern?
Ruf: Uns Kindern mehr ein Bewusstsein für das nachhaltige Leben vermitteln. Zum Beispiel bei der Planung der Ferien oder beim Einkauf auf Nachhaltigkeit achten. Ich finde, man sollte das Thema in Familien offener ansprechen.
Frau Müller, was wünschen Sie sich von den Jungen?
Müller: Ich habe grossen Respekt vor der jungen Generation – sie trägt eine enorme Last. Ich wünsche mir, dass sie abstimmen geht, sobald sie kann. Demokratie ist unser stärkstes Werkzeug. Und ich hoffe, dass Jung und Alt mehr zusammenarbeiten – gegenseitig voneinander lernen.
Wie könnte dieses Miteinander konkret aussehen?
Ruf: Vielleicht sollte es dabei nicht nur z.B. um die Nachhaltigkeit gehen, sondern Jung und Alt sollte sich grundsätzlich gegenseitig mehr unterstützen. Wir Jungen könnten z.B. den Älteren bei der Technik helfen – etwa beim Online-Fahrplan oder beim Smartphone. Und sie könnten uns mit Erfahrung und Wissen unterstützen. Ich fände es toll, wenn solche Begegnungen öfter stattfinden würden.
Müller: Das nehme ich mit! Wir müssen lernen, die Jungen dort zu erreichen, wo sie sind – online, aber auch im direkten Gespräch. Vielleicht sollten wir öfter an Schulen gehen.
Was können Sie beide voneinander aus diesem Gespräch lernen?
Ruf: Von Frau Müller nehme ich mit, dass Handeln wichtig ist – nicht nur reden. Ich will wieder mehr tun, etwa Aktionen mit Freunden oder im Betrieb anstossen.
Ich habe mehr Motivation, selbst aktiv zu werden. Und ich sehe: Es ist nie zu spät – und nie zu früh – um anzufangen.
Müller: Und ich lerne, dass wir Alten uns öffnen müssen. Die Jungen informieren sich anders, schneller – das müssen wir verstehen und nutzen. Es braucht Vorbilder, aber auch echte Zusammenarbeit.
Ich bin dankbar für diesen Austausch. Er zeigt, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.
Liebe Frau Müller, liebe Frau Ruf, vielen herzlichen Dank für das Gespräch.
Was bleibt, ist eine gegenseitige Inspiration: Beide nehmen aus dem Gespräch neue Impulse und Sichtweisen mit. Und vielleicht beginnt Veränderung genau so – nicht in Schlagzeilen, sondern im Dialog zweier Menschen, die sich ernst nehmen.
Am Schluss haben Frau Müller und Frau Ruf Telefonnummern ausgetauscht. Der Dialog geht weiter...
Literatur Live: Dichterin Nathalie Schmid inspiriert Lernende zum Schreiben
Anlässlich der Veranstaltungsreihe «Literatur Live» hat die Schweizer Lyrikerin Nathalie Schmid an der ABZH vor rund fünfzig Personen – Lernende und Lehrpersonen – gelesen. Nathalie Schmid ist es gelungen mit ihren Gedichten, ihrer Sprache und ihrer Präsenz die Lernenden (und auch die Lehrpersonen) für diese Art von Texten zu interessieren. Nebst dem Vorlesen einer feinen Auswahl an Gedichten hat die Autorin in einfachen Worten erklärt, was ein Gedicht ist, wie es sich von einem Roman unterscheidet und wie man sich als Leserin und Leser an ein Gedicht heranwagen kann. In einem Gespräch über Gedichte, das Schriftstellerinnen-Dasein und das Schreiben von Literatur hat Nathalie Schmid die Lernenden so inspiriert, dass im Nachgang an die Lesung diverse Gedichte geschrieben wurden. Zwei davon sind nachfolgend abgedruckt:
«Seit du gegangen bist,
merke ich erst,
wie wichtig die kleinen Momente mit dir waren.
Jetzt habe ich nur Erinnerungen
und den Gedanken,
dass unsere Zeit
viel zu kurz war.
Seit du gegangen bist,
fehlen die kleinen Spuren.
Du warst immer da,
doch jetzt fühlt sich das Haus leer an.
Nur Erinnerungen bleiben
an deine kleinen Abenteuer
und die Freude, die du gebracht hast.» (Jeremy, Lernender Hoko25 a)
«Wo die Wellen auf das Land treffen,
und der Wind mir Haare ins Gesicht bläst,
da fühl ich mich irgendwie leichter,
so, als ob alles kurz stehen bleibt.
Da, wo das Wasser meine Füsse kribbelt,
und der Sand noch warm vom Tag ist,
denk ich über tausend Sachen nach,
die eigentlich gar nicht so wichtig sind.
Und wenn die Sonne langsam untergeht,
und der Himmel sich wie Zuckerwatte färbt,
dann wünsch ich mir,
dass dieser Moment ein bisschen länger bleibt.» (Anonym)
Das Informationszentrum bedankt sich herzlich bei Nathalie Schmid und allen teilnehmenden Lernenden und Lehrpersonen für die schöne Veranstaltung und natürlich für die wunderbaren Gedichte.
Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit an der ABZH: Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft im Fokus
Vom 10. bis 14. November 2025 widmet sich die ABZH zum zweiten Mal einer besonderen Projektwoche: der Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft“ erwartet die Lernenden ein vielfältiges Programm, das aktuelle ökologische Fragestellungen mit praxisnahen Einblicken verbindet. Ziel ist es, die jungen Menschen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu sensibilisieren und sie zu befähigen, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Vielfalt an Lernformaten
Das Programm der Schwerpunktwoche ist bewusst breit gefächert, um unterschiedliche Interessen und Lerntypen anzusprechen. In Klimagesprächen oder beim Klimapuzzle setzen sich die Klassen interaktiv mit wissenschaftlichen Grundlagen auseinander. In der Werkstatt zu Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet, die von der Energiewende bis zur Ressourcenschonung reichen. Dabei arbeiten sie beispielsweise mit einer Wärmebildkamera, um Energieverluste sichtbar zu machen und praxisnah zu reflektieren, wie Effizienzsteigerungen umgesetzt werden können.
Das Angebot "Mobilität" führen die Lehrpersonen der ABZH durch. Sie haben dafür einen Workshop des Ökozentrum absolviert.
Mittels interaktiven Unterrichts und erlebnisorientierten Unterrichtsmodulen werden neue Zugänge geschaffen. Spielerisches Lernen kombiniert mit kritischem Denken soll dazu beitragen, komplexe Zusammenhänge greifbar zu machen und Nachhaltigkeit zu erleben.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung legt die Schule grossen Wert auf praktische Erfahrungen. Exkursionen führen beispielsweise zur KEZO, wo die Lernenden den Weg unseres Abfalls nachvollziehen können, oder ins Wasserwerk Höngg, das zentrale Fragen zur Trinkwasserversorgung thematisiert. Auch ein Netto-Null-Spaziergang macht deutlich, wie die Stadt Zürich Klimaziele im Alltag sichtbar werden lässt.
Weitere spannende Stationen sind die Führung durch die SBB-Werkstätten Altstetten, wo innovative Firmen wie Qwstion, ViCafe und Zuriga Einblicke in nachhaltige Produktions- und Geschäftsideen geben. Eine Schnitzeljagd durch die Stadt sorgt für spielerische Wissensvermittlung, während der Stadtrundgang auf weniger bekannte Nachhaltigkeitsinitiativen hinweist.
Konsum, Kultur und Kreativität
Auch gesellschaftliche Aspekte werden nicht ausgeklammert. Im Workshop Fast Fashion und Konsum wird das eigene Einkaufsverhalten kritisch reflektiert, während die Theatergruppe Act Back Fragen der Nachhaltigkeit künstlerisch auf die Bühne bringt.
Das Netto-Null-Simulationsspiel "Emission Zero" der ZHAW und der PHZH versetzt die Teilnehmenden in die Rolle von Entscheidungsträgern und zeigt auf, welche Zielkonflikte beim Klimaschutz auftreten können. Abgerundet wird das Programm durch einen Film: Das Kino „trop chaud“ wird mit einer anschliessenden Diskussion mit einer Klimaseniorin ergänzt und schlägt so die Brücke zwischen Generationen.
Mit VR-Brillen wird in einem weiteren Modul experimentiert. Die Gastronomie und die Hotellerie kommen mit einer Rednerin, die das Nachhaltigkeitsprojekt ihres Hotels vorstellt und mit spannenden Betriebsbesichtigungen, unter anderem im Hallenstadion und bei capsule Hotels, voll auf ihre Kosten.
Zukunft im Blick
Die Lernenden werden nicht nur mit Wissen ausgestattet, sondern auch mit konkreten Fähigkeiten. Der Workshop My-climate Schweiz – Skills for Future vermittelt Kompetenzen, die für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft unerlässlich sind. Die Klimakrise fordert uns nicht nur fachlich, sondern auch emotional heraus. Der Workshop Klima im Kopf, Handlung in der Hand vermittelt Wissen zu CO₂ und Klimawandel, stärkt zugleich den konstruktiven Umgang mit Emotionen und schafft Räume, in denen Mut und positive Zukunftsperspektiven wachsen können. Eine Einführung in das Departement Umweltsystemwissenschaften der ETH Zürich bietet darüber hinaus einen Einblick in die vielfältigen und hochaktuellen Themen dieses Fachbereichs, der sich mit zentralen Fragen rund um Umwelt, Gesellschaft und nachhaltige Entwicklung auseinandersetzt.
Fazit
Die Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit der ABZH zeigt eindrücklich, wie Bildung und Praxis Hand in Hand gehen können. Durch die Mischung aus Workshops, Exkursionen, Diskussionen und kreativen Formaten wird Nachhaltigkeit erlebbar gemacht. Vom 10. bis 14. November 2025 haben die Lernenden die Chance, ihr Wissen zu vertiefen, neue Perspektiven einzunehmen und vor allem: Zukunft mitzugestalten.
Vielen herzlichen Dank an Meta Studinger, Claudia Stöckli und Kevin Benz, die mit grossem professionellem Einsatz das Konzept erarbeitet und die Durchführung für Lehrpersonen und Lernende ermöglicht haben. Ebenso gilt ein herzlicher Dank allen Lehrpersonen, die mit ihrem Einsatz massgeblich zum Gelingen dieser besonderen Woche beigetragen haben.
Lernen, wachsen, begeistern – Alina Kamm, SwissSkills 2025-Siegerin Hotellerie Hauswirtschaft
Die SwissSkills bieten jungen Berufsleuten aus der ganzen Schweiz eine einzigartige Bühne, um ihr Können zu zeigen. In diesem Jahr traten Talente in 92 verschiedenen Berufen gegeneinander an. In spannenden Wettbewerben demonstrierten die Teilnehmenden eindrucksvoll, wie viel Können, Präzision und Leidenschaft in den unterschiedlichsten Berufsfeldern steckt.
Die Veranstaltung macht die Vielfalt der Schweizer Berufsbildung erlebbar und inspiriert Lernende, Lehrbetriebe und Lehrpersonen gleichermassen.
Wir freuen uns ganz besonders über die hervorragende Leistung unserer ehemaligen Lernenden Alina Kamm: Sie hat bei den SwissSkills 2025 im Beruf Hotellerie Hauswirtschaft den ersten Platz erreicht – ein grossartiger Erfolg! Die ABZH gratuliert ihr herzlich zu diesem beeindruckenden Resultat.
Im Anschluss an den Wettbewerb hatten wir die Gelegenheit, mit der Gewinnerin ein Interview zu führen.
Steckbrief: Alina Kamm
Name: Alina Kamm
Alter: 20 Jahre
Beruf: Fachfrau Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ
Ausbildung:
-
August 2022: Ausbildungsstart als Hotelfachfrau EFZ mit Berufsmatura im Parkhotel Schwert, Weesen
-
Juli 2025: Lehrabschluss mit kantonaler Bestleistung im Hotel Continental Park, Luzern
Berufliche Stationen:
-
August – Oktober 2025: Mitarbeit in der Hauswirtschaft & Assistenz der Gouvernante im Hotel Continental Park, Luzern
-
Dezember 2025 – April 2026: Wintersaison im Service im Hotel Grischa, Davos
Erfolge:
-
September 2025: 1. Platz an den SwissSkills 2025 im Beruf Hotellerie Hauswirtschaft
Motto: "Lernen, wachsen, begeistern – meine Zukunft in der Hotellerie!"
Herzliche Gratulation zum Sieg! Wie haben Sie den Moment erlebt, als Ihr Name als Gewinnerin der SwissSkills aufgerufen wurde?
Ich war überrascht, aber auch sehr stolz. Gleichzeitig fühlte ich mich erleichtert und habe mich riesig gefreut. Ich konnte es zuerst gar nicht richtig realisieren und schlief deshalb in der Nacht schlecht ein.
Welche Eigenschaften oder Fähigkeiten haben Ihnen am meisten geholfen, in Ihrem Beruf so erfolgreich zu sein?
Sicherlich die Fähigkeit, spontan zu handeln, in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren und mich gut vorzubereiten. Mein Ziel ist es, die Gäste zu begeistern und ihnen so viel Gastfreundschaft wie möglich zu bieten.
Wie sah Ihr Weg bis zu den SwissSkills aus – von der Lehre bis hin zur Teilnahme am Wettbewerb?
Ich habe meine Lehre im Parkhotel Schwert in Weesen (SG) am Walensee begonnen und das letzte halbe Jahr der Lehre im Hotel Continental Park in Luzern beendet. Ich bin sehr dankbar, dass mir die Familie Pedrazzetti diese Möglichkeit gegeben hat. Abgeschlossen habe ich mit einer Ehrenmeldung und dem kantonalen Bestresultat (Note 5.6). Die Teilnahme an den SwissSkills begann bereits Anfang 2025. Ich habe ein Motivationsvideo eingeschickt und wurde anschliessend zu einem Gruppenassessment eingeladen. Acht Lernende erhielten dann die Einladung zur Teilnahme an den SwissSkills. Am 1. Mai fand ein Kick-off-Treffen statt, bei dem wir uns nochmals mit dem jeweiligen Coach trafen und ein Dossier mit Aufgabenblätter erhielten. Dieses Dossier diente als unsere Vorbereitung für den Wettkampf. Von da an hiess es, vorbereiten und üben, was ich gemeinsam mit meinem Coach fleissig gemacht habe.
Gab es während des Wettbewerbs eine besonders grosse Herausforderung, und wie haben Sie diese gemeistert?
Am schwierigsten fand ich die ungewohnte Umgebung und das unbekannte Material. Man kennt das Material nicht und muss sehr viel Zeit investieren um sich zurechtzufinden. Ebenfalls kennt man die Umgebung noch nicht so gut (z.B. Wasser- und Stromanschlüsse). Bereits am zweiten Wettbewerbstag fiel es mir aber schon deutlich leichter, mich zurechtzufinden. Der Stress und Druck waren auch sehr ungewohnt und haben mich manchmal zusätzlich noch nervös gemacht. Die schwierigsten Aufgaben waren für mich, die Einscheibemaschine, da ich sehr wenig Übung damit hatte und das Zubereiten des Birchermüesli, da ich dies nicht wirklich gerne mache. :)
Ich sagte mir einfach: „Es kann nur besser werden, auch wenn ich etwas nicht perfekt gemacht habe.“
Was motiviert Sie an Ihrem Beruf jeden Tag aufs Neue?
Mich motiviert es, wenn ich den Gästen eine Freude machen kann.
Welche Rolle haben Ihr Lehrbetrieb, Ihre Berufsbildner*in für Ihren Erfolg gespielt?
Meine damalige Ausbildnerin war auch mein Coach. Sie spielte eine sehr wichtige Rolle, da sie meine Ansprechperson für Fachfragen etc. war. Auch an den Wettbewerbstagen war sie täglich vor Ort und gab mir nochmals wichtige Tipps. Vom Betrieb her wurde ich ebenfalls immer toll unterstützt.
Welche Tipps würden Sie Lernenden geben, die vielleicht selbst von einer Teilnahme an den SwissSkills träumen?
Macht den Beruf mit Leidenschaft! Lest die Aufgaben gut durch. Und macht nicht denselben Fehler zweimal - wie ich ;)
Was können Lehrpersonen und Schulen tun, um Lernende noch besser auf die Berufswelt und Wettbewerbe wie die SwissSkills vorzubereiten?
Ich finde, die Lehrpersonen und Schulen machen genug. Man könnte es noch etwas fördern, indem man evtl. einen Berufsschulausflug an die Swiss Skills plant und so nochmals wirklich das Interesse dafür zu wecken.
Haben sich durch die SwissSkills neue Perspektiven oder berufliche Ziele entwickelt?
Nicht direkt - doch mir wurde nochmals bewusst, was man alles erreichen kann, wenn man mit Leidenschaft und Können hinter seiner Arbeit steht.
Welchen Tipp geben Sie den Lernenden, um die Lehre erfolgreich abzuschliessen?
Geniesst die Zeit in der Lehre, gebt euch Mühe, und habt Spass!
Zum Schluss: Wenn Sie in drei Worten beschreiben müssten, was die SwissSkills für Sie bedeuten – welche wären das?
Stolz, aufregend und einmalig
Herzlichen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.
Literatur Live: ABZH-Lernende Alicia Lo Martire liest aus ihrem Buch «See you»
Alicia Lo Martire, eine Lernende im dritten Lehrjahr zur Hotelfachfrau EFZ an der ABZH, hat in den letzten Jahren ihren ersten eigenen Roman verfasst, der 2025 veröffentlicht wurde. Im Rahmen ihrer Vertiefungsarbeit hielt sie eine Lesung an der ABZH, bei der sie Mitlernenden spannende Einblicke in die Handlung ihres Buches «See you» sowie in den kreativen Entstehungsprozess eines Romans gab.
Der Roman spielt im geheimnisvollen Grey House, wo sich Amara und Damien nach langer Zeit wiederbegegnen und sich ihrer schmerzhaften Vergangenheit stellen müssen. Vom Verlag wird «See you» als fesselndes Second-Chance-Romance-Abenteuer beschrieben – emotional, atmosphärisch und voller Wendungen.
Neben der Lesung erzählte Alicia auch, was sie dazu bewogen hat, ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen. Mit dieser Veranstaltung möchte sie nicht nur auf ihr Werk aufmerksam machen, sondern auch andere Lernende ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen, an sich zu glauben und Träume mutig zu verfolgen.
Wir gratulieren Alicia herzlich zu ihrem Erfolg und bewundern ihren Mut, ihre Leidenschaft mit der Welt zu teilen.
Wie sie diesen Weg selbst erlebt hat, erzählt Alicia Lo Martire in ihrem eigenen Beitrag:
Der erste Schritt als Autorin – und auf die Bühne
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit «Es war einmal», sondern mit einem Herzschlag, der zu laut ist. See You ist genauso entstanden. Meine Vorbereitung für diese Lesung begann in Ligurien, nahe der Cinque Terre, umspült vom azurblauen Meer, dessen Wellen an die Küste schlagen und an den Steinen abprallen. In diesem wunderschönen Ort durfte ich in einem B&B übernachten, das sich «Gaia e Levante» nannte. Und Gaia hatte etwas an sich: die Art, wie sie dich willkommen hiess. Umgeben von dieser Natur, schlief ich in einem türkisfarbenen Zimmer mit direktem Blick in den prächtigen Garten.
An dem Morgen, an dem ich mich auf heute vorbereitete, fragte mich die Besitzerin des B&B, wie ich auf meine Figuren komme, wie sie entstehen und wie sie ihre Persönlichkeit bekommen. Und glaubt mir: Ich wusste es wirklich nicht. Ich wusste nur, dass mein Buch Figuren brauchte, dass diese Figuren eine Persönlichkeit brauchten und dass sie ihren Weg gehen würden. Also konnte ich ihr an diesem Tag nur sagen: «Wenn ich meine Figuren erschaffe, ähneln sie dem Leben.»
Schreiben ist für mich die innigste Art, mit mir selbst zu sein. Wenn ich schreibe, bin ich in meinem höchsten Potenzial. Die Wörter, die ich aufs Papier bringe, fallen mir so leicht und so schön, dass ich weiss: Was ich aufschreibe, kommt von Herzen.
Als ich 13 Jahre alt war, liebte ich es, alles um mich herum zu romantisieren: das Gefühl, einen Baum anzuschauen, dessen Blätter sich golden färben, oder mitzuerleben, wie aus einer zarten Freundschaft Liebe wird. Ich liebte es, meine Fantasie zu Papier zu bringen und sie für mich selbst zu lesen. Aber ich war ein schüchternes Mädchen und mochte es nicht, wenn alle meine Werke lasen und sie allenfalls bewerten konnten.
Als ich 15 wurde, löste der Tod meines besten Freundes etwas sehr Tiefes in mir aus. Eine Scham, so dermassen gross, dass ich schwieg. In diesen Tagen, in denen ich Wut und Trauer so stark ausgesetzt war, wusste ich, dass mich das Schreiben retten würde – retten aus diesem dunklen Raum, in dem ich mich gefangen hielt, und heraus aus all den «Hätte ich doch nur …». Schreiben war schon immer mein treuester Vertrauter, und ich wusste, dass ich diese Vertrautheit anderen schenken wollte. Also veröffentlichte ich See You im April 2025. Ich veröffentlichte es für jede Person, die den Mut nicht hatte, für sich einzustehen. Für alle, die nach einem schweren Verlust weiterleben mussten. Ich veröffentlichte See You für meinen besten Freund und seine wundervolle Seele, die ihn strahlen liess. Und zuletzt veröffentlichte ich See You für mich und mein inneres Kind, das sich nichts sehnlicher gewünscht hatte, als seinen Traum zu verfolgen.
See You ist kein lautes Buch. See You ist still und verankert sich in deinem Inneren wie eine Erinnerung, die bleibt. Wer See You liest, erkennt darin das Statement, das ich jedem und jeder mitgeben möchte:
Sei mutig; wage, diese Türe zu öffnen. Wage, dich zu zeigen. Auch wenn sich der Weg elend lang und schwer anfühlt. Wenn es Tage gibt, an denen es dir schwerfällt zu atmen und wieder den Durchblick zu bekommen, denke daran, dass du nicht allein bist.
Jemand, der dich immer begleitet, bist du selbst – und diese Person wird dich niemals im Stich lassen. Bewundere und ehre dich, so wie du bist, denn du bist einzigartig.
Mut braucht Zeit – und Mut braucht dich. Sei mutig und gehe durch diese Türe, die für dich bestimmt ist.
Herzlichen Dank an Alicia Lo Martire und das Informationszentrum für die gelungene Kooperation.
Bili Boost: Küche trifft Hotelkommunikation
Die Allgemeine Berufsschule Zürich bietet mit dem Programm Bili Boost ein innovatives Trainingsmodul, das Sprachförderung, Fachwissen und Praxis miteinander verbindet. Ziel ist es, die Lernenden auf die sprachlichen und interkulturellen Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie vorzubereiten – praxisnah, handlungsorientiert und berufsbezogen.
Im Bereich Hotelkommunikation üben die Teilnehmenden, Gäste freundlich, klar und situationsgerecht zu begrüssen, zu verabschieden und zu informieren. Rollenspiele und Simulationen ermöglichen, reale Situationen wie Check-in, Wegbeschreibungen oder den Umgang mit Beschwerden zu trainieren. Die Lernenden setzen Mimik und Gestik bewusst ein, deuten nonverbale Signale und entwickeln ein professionelles, wertfreies Kommunikationsverhalten. Ein besonderer Fokus liegt auf Smalltalk und interkulturellen Unterschieden: Gespräche werden so geführt, dass kulturelle Kontexte, Sprachkenntnisse und nonverbale Signale berücksichtigt werden.
Im Bereich Küche steht der englische Fachwortschatz im Mittelpunkt. Die Lernenden üben, Anweisungen korrekt zu geben und darauf zu reagieren, und festigen dabei wichtige Vokabeln zu Kochverben, Utensilien und Zubereitungsschritten. Zudem präsentieren sie Lebensmittel wie Gemüse oder Pilze in englischer Sprache und erläutern Herkunft, Eigenschaften und Nachhaltigkeitsaspekte. Darauf aufbauend verfassen sie Rezepte mit Zutatenlisten und Zubereitungsschritten, erstellen Bestellungen und setzen diese in der Küche praktisch um. Ein Höhepunkt ist die Zubereitung und Präsentation eines eigenen Fingerfood-Gerichts in englischer Fachsprache.
Begleitet wird das Programm in beiden Bereichen von Reflexion, Feedback und kreativen Methoden wie Videoanalysen, Gruppenarbeiten oder Vokabelspielen. So lernen die Teilnehmenden, ihr Kommunikationsverhalten kontinuierlich zu verbessern.
Ein grosser Dank gilt den Berufsschullehrpersonen und insbesondere Cyprian Jiménez, Fachgruppenleiter Bili, für ihr grosses Engagement und die geleistete Arbeit vor, während und nach den drei Tagen.
Mit Bili Boost verbindet die ABZH Sprachkompetenz, interkulturelles Bewusstsein und berufliche Praxis. Die Lernenden erwerben so zentrale Fähigkeiten, um in der internationalen Hotellerie und Gastronomie erfolgreich und professionell zu agieren.
Hier einige Stimmen von Lernenden:
«I learned many new words and vegetables, such as beetroot, pumpkin, spring onion, and also kitchen-related words like grater and potato peeler. I think it is fun, and I am learning a lot for my cauliflower menu.»
«I really enjoyed the first two days. It was fun having everything in English. I also think that I learned some new words that I can use. It was nice that we could exchange ideas with the chefs and learn about their dishes.»
«I really enjoyed the Billi Boost "Week" so far. I learned a lot of new English words. Today was sometimes a bit chaotic, but it calmed down pretty quickly. I liked the idea of cooking our own recipes and I am looking forward to tomorrow.»
«I have learned quite a lot of things, and it is interesting to find out more about my job. Some of the activities and group work have been fun.»
Hilfe, die wirkt: Beratung und Unterstützung als Teamaufgabe
Schulsozialarbeit bietet direkte Unterstützung vor Ort – für Jugendliche und ihre Eltern, aber auch für Schulleitungen und Lehrpersonen. Die aktuelle Ausgabe des Schulblatts zeigt, wie das in der Praxis aussieht.
An der Allgemeinen Berufsschule Zürich sorgt ein engmaschiges, fein abgestimmtes Beratungsnetzwerk bei verschiedenen Problematiken, auch bei Konflikten in Lehrbetrieben, für Unterstützung. Schulintern basiert dieses Netzwerk auf einem dreistufigen System: Lehrperson – SOS-Team – KABEL. Ergänzend ist ein Mitglied der Schulleitung ausschliesslich für die Anliegen der Lernenden zuständig. Als vierte Stufe kommen bei Bedarf externe Beratungsstellen hinzu. Die Triage obliegt der zuständigen Sozialarbeiterin bzw. dem Sozialarbeiter.
Ein niedrigschwelliges Beratungs- und Unterstützungsangebot im Haus ist zentral, denn wenn Lernende mit ihren Ängsten und Sorgen allein bleiben – oder lange Wege in Kauf nehmen müssen – riskieren wir, dass sie die Beratung nicht wahrnehmen.
Deshalb ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Angebot möglich machen: Dazu gehören sicher Roland Menzi, Meta Studinger, Markus Koller mit dem ganzen SOS-Team und das KABEL-Team unter der Leitung von Urs Soler: Vielen Dank für euren grossartigen Einsatz!
Auch die Schulen der Bildungsmeile ziehen am gleichen Strang: Die ABZH hat gemeinsam mit mehreren umliegenden Berufsfachschulen einen Verbund zur Zusammenarbeit in der Schulsozialarbeit gegründet – mit der Baugewerblichen Berufsschule, der Schule für Mode und Gestaltung, der Schule für Gestaltung sowie der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie. Ein grosses Dankeschön an die Rektorinnen und Rektoren Heinz Schlegel, Rico Largiader, Orlando Temperli und Denise Merz, die diese Zusammenarbeit ermöglichen!
Jetzt reinlesen: Alle Beiträge im neuen Schulblatt:
Herzlich willkommen an der ABZH!
An der ABZH starten dieses Jahr rund 1'050 neue Lernende ins erste Lehrjahr – das sind deutlich mehr als im letzten Jahr. Darüber freuen wir uns sehr! Besonders die Ausbildungen zur/zum Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft, Hotel-Kommunikation und zum Koch verzeichnen einen Zuwachs und sind sehr gefragt.
Damit der Einstieg gelingt, hat die ABZH ein umfassendes Onboarding organisiert: Nach einer Begrüssung durch die Schulleitung ging es auf Entdeckungstour durchs Schulhaus. Danach folgte eine Einführung in die digitalen Tools und Kommunikationskanäle, die im Schulalltag wichtig sind. Ein Teil des Onboardings wurde bereits im Vorfeld von den Lernenden zu Hause absolviert – so konnten sie optimal vorbereitet ins neue Schuljahr starten.
Wir wünschen allen einen gelungenen Start in die Berufslehre und freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Oliver Fisch – Bester Lernender im Kanton Zürich bei den Restaurationsangestellten EBA: „Ich übernehme gerne Verantwortung – im Beruf und im Sport.“
In dieser Porträtreihe stellen wir Lernende vor, die mit Engagement, Offenheit und Zielstrebigkeit ihren eigenen Weg gehen – im Beruf, im Sport und im Leben.
Im Mai 2025 trafen wir Oliver Fisch zu einem Gespräch – kurz vor dem Abschluss seiner zweijährigen Lehre als Restaurationsangestellter EBA. Ein bedeutender Meilenstein in seinem jungen Berufsleben. Oliver hat Trisomie 21. Mit bemerkenswerter positiver Einstellung, grossem Einsatz und Ausdauer hat er sich den Herausforderungen gestellt – und seine Ausbildung mit Bravour gemeistert.
Am 10. Juli 2025 steht Oliver strahlend auf der Bühne des Lake Side in Zürich und hält stolz sein Lehrabschlussdiplom in den Händen. Er ist der Lernende mit den besten Ab-schlussnoten im ganzen Kanton Zürich – ein toller Erfolg.
Wir gratulieren Oliver herzlich zu dieser grossartigen Leistung – ebenso seiner engagierten Berufsbildnerin Frau Zora Graf von der Arbeitskette sowie seinen Eltern, die ihn auf diesem Weg tatkräftig unterstützt haben.
Im Gespräch...
«Mein Beruf bereitet mir grosse Freude – er passt sehr gut zu mir.»
Trotz Prüfungsstress bleibt er ruhig und organisiert – plant seinen Tag sorgfältig, lernt re-gelmässig und sorgt gleichzeitig für ausreichend Erholung.
Das Interesse für die Gastrobranche kam schon früh: Seine Mutter arbeitete im Hotel, was sein Interesse an der Gastronomie weckte. Der direkte Kontakt zu Gästen, die Arbeit im Team und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen bereiten ihm grosse Freude. Auch in stressigen Momenten bleibt er konzentriert und auch schwere Beine nach einem langen Tag machen ihm nichts aus. Man spürt, wie ihm die Gastgeberrolle liegt – seine Begeisterung ist ihm ins Gesicht geschrieben, wenn er davon spricht.
„Ich finde es wichtig, dass jeder eine Chance bekommt.“
Ihm ist es wichtig bzw. für ihn ist es selbstverständlich – sowohl im Berufsleben als auch im Sport, dass man auch mit einer Beeinträchtigung eine Chance erhält. Herr Fisch meistert die schulischen und beruflichen Herausforderungen ohne Probleme. Im Gegenteil – er findet es spannend und cool, wenn viel läuft, da er dabei viel lernen kann. Nur in der Zeit der Vertiefungsarbeit war es ein wenig strenger. Doch auch das schaffte er mit einer grossen Zielstrebigkeit und guter Organisation und schloss mit Auszeichnung die Vertiefungsarbeit ab.
«Ich finde es mega cool, dass ich Handball spielen kann.»
Oliver lebt und liebt Handball. Er spielt im Team HC Winterthur. Der Klub spielt in der «Together League» und nimmt an der Meisterschaft der «Unified League» teil - einer vom Schweizerischen Handballverband geschaffenen Liga und Meisterschaft für Menschen mit Beeinträchtigung. Er ist auch Teil des Medienteams für die "Together League". So konnte er z.B. den bekannten ehemaligen Schweizer Nationalspieler Andy Schmid und heutigen Trainer der Nationalmannschaft sowie den Team-Manager der deutschen Nationalmannschaft interviewen. Auch das SRF hat ihn bereits zur "Together League" interviewt.
Das ‘Energiebündel’ Oliver Fisch braucht aber noch mehr Bewegung und Aktion. Deshalb spielt er zusätzlich Unihockey. Gemeinsam mit seiner Mutter gründeten sie ein offenes Team für Menschen aller Altersgruppen.
Medaillen und als Traumberuf Hoteldirektor
Beruflich plant er nach dem Abschluss weitere Erfahrungen zu sammeln – vielleicht die EFZ-Ausbildung noch zu absolvieren. Sein Ziel ist es, später ein eigenes Restaurant zu führen oder in einem Hotel zu arbeiten. Doch Oliver Fisch grösster Traum ist, Hoteldirektor in einem schönen Hotel in der Schweiz zu werden.
Privat möchte er weiterhin so sportlich aktiv bleiben. Wer weiss, vielleicht sogar mal an den Special Olympics oder bei den World Games starten? Auf jeden Fall ist es ihm wichtig Beruf und Sport in Einklang zu bringen, engagiert zu bleiben und neue Erfahrungen zu sammeln. Ach ja, und (viele) Medaillen gewinnen wäre auch noch schön …
Lieber Oliver Fisch, wir wünschen Ihnen alles Gute!
Unsere Modulwoche: Ein Blick über den Tellerrand hinaus
Unsere Modulwoche wurde dieses Jahr komplett neu aufgegleist und gezielter organisiert. Wie gewohnt gestalteten unsere Lehrpersonen mit viel Engagement und Herzblut vielfältige, lehr- und abwechslungsreiche Module aus den verschiedenen Berufsfeldern und der Allgemeinbildung, für die sich die Lernenden nach Interesse anmelden durften – vom Besuch auf der Alp über die Herstellung von Gin, Nose-to-tail bis hin zu Einblicken in ein Weingut und der Herstellung von Oxymel und Sauerteigbrot: Diese tolle Auswahl machte es schwer, sich zu entscheiden. Begleitet wurde die Woche von Lernenden aus dem Modul "Digital Content Creating", die spannende Beiträge über die einzelnen Module erstellten und auf unseren Kanälen teilten.
Einige Beispiele dafür finden Sie hier:
Viva la Pasta - Frische Pasta selbst gemacht
Oxymel - Zaubertrank aus Honig und Essig
Ernten - Rezeptieren - Zubereiten
Spezielle Gerichte aus Schlachtnebenprodukten
Ein grosses Dankeschön an unsere engagierten Lehrpersonen und die Modulwochenverantwortliche Nadine Hutter für dieses schöne Angebot!
René Pfister, ABU-Lehrer, gibt Einblick in das Modul "Sparen, Investieren, Vermögen aufbauen":
Am Modulnachmittag erhielten die Lernenden praxisnahe Einblicke in das Thema Geldanlage. Der Einstieg erfolgte durch die beiden Kursleiterinnen Claudia Stöckli und Simone Gall mit der Frage, von welchen Personen man sich in Finanzfragen beraten lassen würde - mit dem Hinweis, dass der erste Eindruck oft täuschen kann.
Anschliessend setzten sich die Lernenden mit dem Phänomen der Finfluencer auseinander – also mit vermeintlichen Finanzexpert/innen auf Plattformen wie TikTok. Gemeinsam wurden Erkennungsmerkmale unseriöser Ratschläge herausgearbeitet.
Der rote Faden des Nachmittags war das magische Dreieck der Geldanlage (Sicherheit, Rendite und Liquidität) und die Erkenntnis, dass diese drei Ziele nie gleichzeitig maximal erreicht werden können.
In Gruppenarbeiten präsentierten die Lernenden verschiedene Anlageformen wie zum Beispiel ETFs, Aktien und Obligationen. Die Lehrpersonen ergänzten die Präsentationen mit Fachwissen.
Im zweiten Teil des Nachmittags besuchte die Gruppe die Ausstellung «Geld regiert die Welt» im Schweizer Finanzmuseum in Zürich. Dort lernten die Teilnehmenden Interessantes über die Geschichte der Aktien. Anhand eines virtuellen Portfolios durften alle Investitionen tätigen. Die Lernenden konnten dabei auf spielerische Art die Theorie in die Praxis umsetzen.
Der Nachmittag bot eine lebendige Mischung aus Theorie und Praxis und förderte die finanzielle Bildung der Lernenden.
Lösungsfokussiertes Coaching – Weiterbildung mit Tiefgang und Wirkung
Drei Tage voller Praxis, Perspektivenwechsel und wertvoller Impulse – mit nachhaltiger Wirkung für den Schulalltag.
Im Rahmen der über vier Jahre andauernden Weiterbildungreihe zur «neuen Rolle der Lehrperson» nutzten unsere Lehrpersonen sowie Mitarbeitende der Verwaltung der ABZH verschiedene Module für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Eines der angebotenen Weiterbildungsformate war das dreitägige Modul „Lösungsfokussiertes Coaching“ – ein intensives und praxisnahes Lernerlebnis, das nachhaltigen Eindruck hinterliess.
Unter der Leitung von Leo Held und Werner Kneer, zwei erfahrenen und inspirierenden Dozierenden, tauchten wir tief in die Welt des lösungsfokussierten Denkens ein. Der Fokus des Moduls lag auf der Entwicklung und Anwendung von Coachingkompetenzen – stets mit dem Ziel, vorhandene Ressourcen zu aktivieren, Eigenverantwortung zu fördern und durch gezielte Fragen neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Was macht diesen Ansatz besonders?
- Anstatt sich im „Problem zu baden“ wird gezielt auf das hingearbeitet, was funktioniert.
- Methoden wie Skalierungsfragen, zirkuläre Fragen, der „Scherenschnitt“ oder die Arbeit mit dem Futur Perfekt eröffneten neue Blickwinkel für den schulischen Alltag.
- In Triadenübungen konnten wir unsere Coaching-Fähigkeiten direkt anwenden, reflektieren und optimieren.
- Ein zentrales Element war auch die Reflexion der eigenen Rolle – als Lehrperson, Coach, Moderator/in oder Kolleg/in.
Als Teilnehmende durften wir erfahren, wie viel Potenzial in
einer lösungsorientierten Haltung liegt – sei es im Gespräch mit Lernenden, in
Teamprozessen oder in der kollegialen Fallberatung. Besonders bereichernd war
der Austausch mit Kolleg/innen und das unmittelbare Erproben der neuen Tools.
Es war nicht nur eine Weiterbildung, sondern ein echter Perspektivwechsel.
Wir danken der ABZH herzlich für die Möglichkeit, an dieser Weiterbildung
teilzunehmen. Ein ebenso grosser Dank gebührt Leo Held und Werner Kneer für
ihre kompetente, wertschätzende und humorvolle Art, mit der sie uns durch das
Modul begleitet haben. Sie haben nicht nur Inhalte vermittelt, sondern
Begeisterung für Coaching entfacht.
Neugierig geworden?
Das Modul „Fördern und Coachen von Lernenden (FCO)“ können wir allen wärmstens
empfehlen, die ihre Gesprächsführung vertiefen und Coaching als wirksames
Werkzeug in ihren beruflichen Alltag integrieren möchten.
Denn wie es so treffend heisst:
„Coaching heisst, jemanden sorgfältig von da, wo er ist, dorthin begleiten, wo
er hin möchte.“
"Zürcher Rathaus - Politik erfahren"
Im Rahmen der Modulwoche berichten wir, Samira und Lea - zwei Drogistinnen in Ausbildung - über das Modul "Rathaus im Renaissance-Gebäude".
Gemeinsam mit elf weiteren Lernenden durften wir mehr über das Rathaus und seine Geschichte erfahren.
Wir haben eine Debatte über das Thema «Ladenöffnungen auch am Sonntag» geführt. Jede Zweiergruppe vertrat eine politische Partei und bereitete sich im Voraus auf die Diskussion vor. Nach dem Austausch von Pro- und Kontra-Argumenten, fiel die Entscheidung dennoch eindeutig aus: Die Mehrheit ist gegen die Sonntagsöffnungen der Läden.
Das Rathaus selbst wurde im Jahr 1698 erbaut und steht unter strengem Denkmalschutz. Was bedeutet, es darf nicht abgerissen und nur unter bestimmten Bedingungen umgebaut werden. Dies steht im direkten Widerspruch zum Gesetz der Notausgänge: Dieses besagt nämlich, dass jedes Gebäude, in welchem Veranstaltungen stattfinden, mindestens einen Notausgang benötigt. Das Rathaus besitzt jedoch keinen weiteren Ausgang neben dem Haupteingang. Bei einem Notfall müsste man durch die Fenster flüchten und in die Limmat springen.
Im Ratssaal finden die Parlamentssitzungen mit den verschiedenen politischen Parteien statt. An der Wand hängt ein grosser Teppich aus den Jahren 1940-1945, welcher die damaligen 171 Bezirke und deren Gemeindewappen zeigt.
Ein weiteres wichtiges Zimmer stellt der Sitzungssaal des Regierungsrates dar. Dort sind jedoch weder Zuschauer noch Reporter erlaubt, um eine freie und ungestörte Meinungsäusserung zu ermöglichen.
Wir wurden von Andreas Schlagmüller durch das Rathaus geführt. Er ist seit 2008 im Parlamentsdienst tätig und nimmt aktuell Aufgaben als Kommissionssekretär wahr. Er ist für eine der zwölf Kommissionen zuständig und verfasst für diese Protokolle und Berichte.
Die Führungen von Schulklassen zählen zu seinen liebsten Aufgaben - jährlich besuchen rund 3‘000 Besucher-/innen das Rathaus.
«Ich habe lange bei Gemeinden und anderen Ämtern gearbeitet und war auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. So bin ich zu meiner jetzigen Stelle gekommen.», teilte er uns mit.
Einblick in den Ausflug aus der Sicht eines Lernendens:
Maurice ist 17 Jahre alt und im zweiten Lehrjahr als Hotelkommunikationsfachmann: «Ich habe mich bei diesem Modul angemeldet, weil ich das Rathaus und die Politik spannend finde.
Ich wollte wissen, wie das ganze funktioniert. Nachdem wir in der Schule einiges über die Schweizer Politik gelernt haben, war es spannend, dies in der Praxis miterleben zu dürfen. Ich fand es sehr interessant, mehr über die Hintergründe der Politik zu erfahren. Am Schluss hat jede und jeder seine eigene Meinung zu den verschiedenen politischen Inhalten und dies sollte auch respektiert werden.»
Der Besuch im Zürcher Rathaus war nicht nur informativ, sondern auch echt spannend. Wir haben viel über Politik, Geschichte und die Arbeit hinter den Kulissen gelernt – Dinge, die man so in der Schule nicht unbedingt mitbekommt.
Dies hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit dem, was in der eigenen Stadt passiert, auseinanderzusetzen. Politik betrifft uns alle – und es lohnt sich, mal genauer hinzuschauen.
Herzlich,
Samira Schär
Drogistin EFZ
Hightech trifft Handwerk: Einblick in den Beruf des/der Oberflächenbeschichter/in
Der Beruf des/der Oberflächenbeschichter/in ist vielschichtig und spielt unter anderem eine zentrale Rolle in der Herstellung von elektronischen Bauteilen und technischen Komponenten. Oberflächenbeschichter/innen sorgen dafür, dass Materialien durch spezielle Verfahren mit schützenden oder leitfähigen Schichten versehen werden. Dabei kommen verschiedene Metalle wie Gold, Silber oder Palladium zum Einsatz, die nicht nur optisch, sondern vor allem funktional wichtige Eigenschaften wie Korrosionsschutz oder elektrische Leitfähigkeit gewährleisten. Weitere Bereiche, in denen die Oberflächentechnik eine wichtige Rolle spielt, sind Verschleissschutz, dekorative Oberflächen. Oberflächenbeschichter/innen veredeln Oberflächen in allen Bereichen des täglichen Lebens.
Am Beispiel der Firma Collini in Dübendorf, einem traditionsreichen Schweizer Familienunternehmen mit über 70 Jahren Erfahrung, lässt sich die Vielfalt und Komplexität dieses Berufsbilds besonders gut veranschaulichen. Collini ist spezialisiert auf hochwertige Edelmetallbeschichtungen für die Elektronikindustrie und bearbeitet jährlich über eine Milliarde Einzelteile. Diese reichen von winzigen Kontakten für die Telekommunikation bis zu größeren Bauteilen für die aufstrebende E-Mobilität.
Beim Besuch am 20. Mai 2025 erläuterte Hubert Braun, der seit 27 Jahren bei Collini und als Berufsschullehrer an der ABZH tätig ist, die verschiedenen Arbeitsprozesse: Vom Materialeingang über die präzise manuelle Galvanik bis hin zu hochautomatisierten Beschichtungsanlagen mit modernster Robotik. Dabei ist höchste Qualität und eine enge Zusammenarbeit mit den Kund/innen essenziell, um genau die Oberflächeneigenschaften zu erzielen, die für den jeweiligen Verwendungszweck notwendig sind.
Eine besonders spannende Facette des Berufs ist die Kombination von manuellen Fertigkeiten mit modernster Messtechnik und chemischen Verfahren – beispielsweise wird die Schichtdicke mit Röntgenstrahlen geprüft und die Metallzusammensetzung mit einem hochentwickelten Atomabsorptionsspektrometer analysiert.
Im untenstehenden Interview wird ein Lernender/zur Lernenden zum Oberflächenbeschichter/zur Oberflächenbeschichterin bei Galvano Helbling AG in Biel seine/ihre Erfahrungen und Eindrücke aus der Ausbildung schildern und damit einen persönlichen Einblick in diesen zukunftsorientierten Beruf geben.
Interview mit Leonardo Opinião, Lernender im 1. Lehrjahr bei Galvano Helbling AG in Biel
Sehr geehrter Herr Opinião, warum haben Sie sich für eine Lehre als Oberflächenbeschichter entschieden?
Ich habe vorher im Maschinenbereich gearbeitet, wollte aber eine Tätigkeit mit besseren Zukunftsaussichten und einem besseren Lohn. Während ich bereits bei Galvano Helbling tätig war, bekam ich die Chance, eine Lehre als Oberflächenbeschichter zu beginnen – diese Gelegenheit habe ich gerne genutzt.
Was macht ein Oberflächenbeschichter genau?
Ein Oberflächenbeschichter sorgt dafür, dass Werkstücke – zum Beispiel aus der Industrie, der Medizintechnik oder der Automobilbranche – mit einer Metallschicht überzogen werden. Zuerst werden die Teile gereinigt, dann in ein galvanisches Bad getaucht. Mit Hilfe von Strom wird eine Metallschicht aufgetragen. Dabei ist das Werkstück negativ geladen (Kathode) und das Metall positiv (Anode). Der Strom löst die Beschichtung aus – wie ein Zünder, der die Reaktion in Gang setzt. Für gewisse Verfahren, wie das chemische Vernickeln von Messing, braucht man sogar Startstrom.
Was sollte man als junger Mensch mitbringen, um Freude an dieser Ausbildung zu haben?
Handwerkliches Geschick ist sehr wichtig – besonders, wenn man wie ich in der Handgalvanik arbeitet. Aber auch Interesse an Fächern wie Mathematik, Chemie und Physik ist von Vorteil.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Galvano Helbling AG für Sie aus?
Wir starten um 7 Uhr mit einer kurzen Besprechung und der Verteilung der Tagesaufträge. Manche Arbeiten dauern nur kurz, andere über mehrere Tage. Es gehört dazu, Teile zu holen, zu entfetten, Datenblätter zu besorgen und die Werkstücke durch verschiedene Bäder zu führen – zum Beispiel für Nickel, Zink, Chrom, Kadmium oder auch Gold.
Welche Rolle spielt Teamarbeit in Ihrem Beruf?
Teamarbeit ist sehr wichtig. Wir unterstützen uns gegenseitig, vor allem wenn jemand seine Aufgabe bereits abgeschlossen hat. Allerdings arbeitet nicht jedes Teammitglied an denselben Aufträgen – es hängt vom jeweiligen Auftrag ab.
Ist der Schulweg von Biel nach Zürich zur ABZH ein grosser Aufwand für Sie?
Nein, das ist für mich kein Problem. Ich bin es gewohnt, für die Schule zu reisen. Während meiner ersten Lehre als Gipser musste ich auch nach Wallisellen fahren. Die vier Arbeitstage sind anstrengend, da ist der Schultag eine gute Abwechslung. Da ich bereits eine Lehre abgeschlossen habe, muss ich den allgemeinbildenden Unterricht nicht mehr besuchen und kann die Zeit für Fachaufgaben nutzen.
Welche Schulfächer interessieren Sie besonders an der ABZH?
Mathematik fällt mir manchmal schwer, ist aber sehr wichtig. Besonders interessieren mich Chemie und Physik – auch, weil sie direkt mit meiner Arbeit im Betrieb zu tun haben.
Wie werden Sie im Betrieb unterstützt?
Der Betrieb unterstützt mich sehr, auch bei den schulischen Aufgaben. Die Mitarbeitenden bringen viel Erfahrung mit und helfen mir, wenn ich Unterstützung brauche. Die familiäre Atmosphäre – weil der Betrieb nicht zu gross ist – gefällt mir besonders gut.
Welche beruflichen Perspektiven sehen Sie für sich?
Momentan liegt mein Fokus ganz klar auf dem erfolgreichen Abschluss meiner Lehre. Ich möchte danach gerne im Betrieb bleiben. Weiterbildungen plane ich zurzeit noch nicht, aber Galvano Helbling bietet gute Möglichkeiten, nach der Lehre weiter im Betrieb zu arbeiten.
Welche Arbeiten machen Ihnen besonders Spass – und welche weniger?
Ich arbeite lieber mit grösseren, schwereren Teilen. Sehr kleine, feine Werkstücke sind schwieriger zu bearbeiten – da sind meine Kolleginnen deutlich geschickter. Ich schaue mir viel von ihnen ab.
Wie hat sich der Beruf des Oberflächenbeschichters in den letzten Jahren verändert?
Die Arbeit ist heute sicherer und effizienter geworden. Früher hat man beispielsweise die Bäder einfach bei Regen entleert – heute spielt Nachhaltigkeit eine sehr grosse Rolle. Moderne Anlagen filtern das Wasser und schonen die Umwelt.
Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Betriebs?
Ich bin sehr optimistisch. Im Vergleich zu meinen Mitschülern habe ich oft das Gefühl, dass bei uns sehr viel los ist. Der Betrieb hat viele Aufträge – teilweise saisonbedingt – und unser Chef ist oft in Europa unterwegs, um neue Kunden zu gewinnen.
Was wünschen Sie sich für die nächsten zwei Jahre an der ABZH?
Ich fände es toll, wenn es einen Raum gäbe – etwa ein kleines Labor – in dem wir im Unterricht praxisnahe Arbeiten durchführen könnten. Das würde den Lernstoff noch greifbarer machen.
Und was wünschen Sie sich im Betrieb?
Ich würde mir wünschen, ein Projekt oder ein Werkstück komplett selbstständig bearbeiten zu dürfen – also ein Teil, das wirklich mein Werk ist.
Herzlichen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in Ihrer Ausbildung!
Neuer Bildungsplan stärkt Ausbildung in der Systemgastronomie
Die Ausbildung zur Systemgastronomin bzw. zum Systemgastronomen EFZ und EBA wurde grundlegend überarbeitet. Mit der neuen Verordnung und dem angepassten Bildungsplan rücken Praxisnähe, Eigenverantwortung und betriebswirtschaftliches Verständnis stärker in den Fokus. Betriebe wie Migros und McDonald's setzen die Neuerungen bereits um und zeigen, wie zukunftsorientierte Ausbildung heute funktioniert. Die Einführung des EBA-Profils eröffnet neuen Zielgruppen den Zugang zur Branche. Insgesamt markiert die Reform einen wichtigen Schritt zur Professionalisierung und Attraktivitätssteigerung der Systemgastronomie.
Die Ausbildung zur Systemgastronomen EBA und EFZ hat durch eine neue Verordnung und einen angepassten Bildungsplan einen bedeutenden Wandel erfahren. Im Rahmen eines Austauschs zur Umsetzung dieser Veränderungen in der Ausbildung fanden mehrere Gespräche mit führenden Praxisvertretern statt. Dabei wurden wertvolle Einblicke in die Praxis der Systemgastronomie gewonnen. Zwei dieser Gespräche, bei Migros im Restaurant & Take Away Tivoli in Spreitenbach und bei McDonald's im Zentrum Glatt, verdeutlichten, wie diese Veränderungen die Ausbildung in großen Systemgastronomiebetrieben beeinflussen.
Migros Restaurant & Take Away Tivoli
Das Migros Restaurant & Take Away Tivoli in Spreitenbach, ein wichtiger Bestandteil des Migros-Restaurant-Konzepts, ist ein Beispiel für ein modern organisiertes Systemgastronomiebetrieb. Der Betrieb, der im Einkaufszentrum Tivoli ansässig ist, existiert seit 1970 und hat sich mit wechselnden Standorten etabliert. Der aktuelle Standort, das größte Modul innerhalb des Migros Restaurant-Konzepts, beschäftigt rund 15 Mitarbeitende im Normalbetrieb, an verkaufsstarken Tagen wie Samstagen bis zu 20 Personen.
Der Betrieb zeichnet sich durch eine hohe Effizienz und klare Arbeitsabläufe aus, der die Arbeitsprozesse erheblich vereinfacht, aber gleichzeitig spezifische Anforderungen an die Mitarbeitenden stellt. In einer solchen Umgebung wird den Lernenden die Möglichkeit geboten, sowohl ihre praktischen Fähigkeiten als auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu entwickeln. Die Ausbildungsstruktur im Migros Restaurant bietet den Lernenden einen umfassenden Einblick in die Arbeitsprozesse, von der Zubereitung von Speisen bis zum Service am Gast.
Die Umstellung auf den neuen Bildungsplan und die Einführung des EBA-Profils sind wichtige Schritte, die der Migros helfen, die Ausbildung noch stärker an die Bedürfnisse der Lernenden und des Marktes anzupassen. Das EBA-Profil bietet Lernenden mit eher praktischen Stärken die Möglichkeit, sich gezielt zu entwickeln, während das EFZ-Profil tiefergehende betriebswirtschaftliche Aspekte behandelt. Die Ausbildung zur Systemgastronomin/zum Systemgastronomen im Migros Restaurant fokussiert sich auf Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Zeitmanagement und Verantwortung. Dies wird als entscheidend für die Qualitätssicherung und die Entwicklung der Branche betrachtet.
McDonald's im Zentrum Glatt
Ähnlich wie bei Migros bietet auch McDonald's eine praxisorientierte Ausbildung zur Systemgastronomin/zum Systemgastronomen, die durch den neuen Bildungsplan und die Verordnung angepasst wurde. Am 9. Mai fand ein Gespräch im McDonald's Restaurant im Zentrum Glatt statt, bei dem die Ausbildungsverantwortliche Simone Segui und die Lernende im 2. Lehrjahr, Fortune Kotna, Einblicke in den Alltag und die Veränderungen der Ausbildung gaben.
Fortune Kotna begann ihre Karriere als ungelernte Mitarbeiterin bei McDonald's, bevor sie sich entschloss, die Lehre zur Systemgastronomen zu beginnen. Heute befindet sie sich im 2. Lehrjahr und übernimmt zunehmend Verantwortung, insbesondere im Bereich der Teamleitung. Die Ausbildung bei McDonald's fördert nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch Führungs- und Sozialkompetenzen, die für den erfolgreichen Betrieb eines Restaurants unverzichtbar sind. Die Lernenden müssen im Verlauf ihrer Ausbildung lernen, ein Team zu führen, Entscheidungen zu treffen und die Abläufe im Betrieb zu koordinieren.
Die Veränderungen im Bildungsplan betreffen bei McDonald's vor allem die Umstellung von der IPA (Individuelle Praktische Arbeit) auf die VPA (Verantwortliche Praxisarbeit). Dieser Schritt zielt darauf ab, den administrativen Bereich stärker in die Ausbildung zu integrieren und den Lernenden zu ermöglichen, Verantwortung für Bestellungen, Buchhaltung und Promotionen zu übernehmen. Diese Anpassungen bieten den Lernenden eine breitere Palette an Aufgaben, die nicht nur den praktischen Bereich, sondern auch die betriebswirtschaftliche Verantwortung umfassen.
Für Fortune Kotna hat sich besonders die Entwicklung ihrer Teamführungsfähigkeiten verändert. In ihrer Rolle als Schichtleiterin muss sie nicht nur die Zubereitung der Speisen koordinieren, sondern auch die Mitarbeitenden in stressigen Zeiten führen. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung dar, da viele der Mitarbeitenden älter und erfahrener sind. Doch dank der Unterstützung der Restaurantleitung und ihrer eigenen Lernbereitschaft hat sie diese Herausforderung gemeistert und ihre Führungskompetenzen weiter ausgebaut.
Die Ausbildung bei McDonald's betont eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Teams. Die Lernenden sind dazu angehalten, aktiv Fragen zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und sich in die Arbeitsabläufe einzubringen. Dies fördert nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern stärkt auch die soziale Kompetenz, die für die spätere berufliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.
Auswirkungen der neuen Bildungsordnung und Perspektiven
Sowohl bei Migros als auch bei McDonald's zeigt sich, wie wichtig die Anpassungen des neuen Bildungsplans und der Verordnung sind, um die Ausbildung zur Systemgastronomen an die praktischen Anforderungen der Branche anzupassen. Die Veränderungen bieten den Lernenden mehr Verantwortung und praxisnahe Erfahrungen, die ihnen helfen, sich beruflich weiterzuentwickeln und die nötigen Führungsfähigkeiten zu erwerben.
Besonders die Einführung des EBA-Profils wird als eine sinnvolle Ergänzung zur Ausbildung angesehen, um eine breitere Zielgruppe von Lernenden zu erreichen. Das EBA-Programm ist besonders für Lernende mit praktischen Stärken geeignet, die im klassischen EFZ-Programm Schwierigkeiten hätten, die theoretischen Anforderungen zu erfüllen. Die Möglichkeit, das EBA-Programm abzuschließen und anschließend eine Anschlusslösung zu finden, eröffnet den Lernenden langfristige berufliche Perspektiven und trägt zur Stärkung der Fachkräftebasis in der Systemgastronomie bei.
Die neue Verordnung und der angepasste Bildungsplan leisten einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung der Systemgastronomie. Sie tragen dazu bei, dass sich die Qualität der Dienstleistungen in den Betrieben erhöht und die Mitarbeitenden eine stärkere Identifikation mit ihrer Arbeit entwickeln. Die Systemgastronomie bietet nach wie vor eine wertvolle Grundlage für die berufliche Entwicklung und eröffnet den Lernenden zahlreiche Karrieremöglichkeiten, sowohl in großen Unternehmen wie Migros und McDonald's als auch in kleineren Betrieben.
Insgesamt bieten sowohl die Migros als auch McDonald's ein exzellentes Ausbildungsumfeld, das den Anforderungen des neuen Bildungsplans gerecht wird. Die Anpassungen in der Ausbildung zur Systemgastronomen EFZ und EBA sind ein wichtiger Schritt, um den Herausforderungen der Branche zu begegnen und gleichzeitig den Lernenden eine fundierte, praxisorientierte Ausbildung zu bieten, die sie auf ihre zukünftige Karriere vorbereitet.
Viele Köche - ein fantastisches Produkt
Ein Kräutergarten für die Gastronomie und die Drogerie mit einem Bienenvolk, ein digitaler Escape Room zur nachhaltigen Ernährung und ein nachhaltiges Kochbuch, das weit mehr ist als ein Kochbuch: Diese Projekte sind herausragende Beispiele für fächer- und schulübergreifende Zusammenarbeit, für handlungs- und kompetenzorientierten Unterricht – und für den ausserordentlichen Einsatz engagierter Lernender und Lehrpersonen. All das sind Produkte eines umfassenden Nachhaltigkeitsprojekts, mit dem sich die gesamte ABZH beschäftigt.
Heute stand das nachhaltige Kochbuch im Mittelpunkt, das Projektleiter Marcel Merlo gemeinsam mit der Schulleitung initiiert hat. An der feierlichen Buchvernissage würdigte Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner dieses besondere Projekt, an dem zwei Schulen, vier Klassen, zahlreiche Lehrpersonen aus verschiedenen Fachgruppen sowie beide Schulleitungen beteiligt waren.
Rektorin Meta Studinger lobte die hervorragende Zusammenarbeit auf allen Ebenen sowie die breite Unterstützung, die das Projekt von allen Beteiligten erfahren hat.
Die Inhalte des Buches stammen hauptsächlich von den Kochklassen, aber auch von Lehrpersonen aus den Bereichen Drogerie, Küche und Hotellerie sowie von Partner/innen unserer Schule.
Ein besonderer Gewinn war die Mitwirkung der beiden Lehrpersonen der Schule für Gestaltung, Stefanie Preis und Michaela Varin, mitsamt ihren Klassen und der Schulleitung, die für die gestalterische Umsetzung verantwortlich zeichnen.
Das Resultat ist ein Buch, wie es wohl kein zweites gibt: vielfältig, bunt und kreativ – so wie unsere Lernenden. Und ein Beweis dafür, dass viele Köch/innen gemeinsam ein fantastisches Produkt auf die Beine stellen können.
Ein weiteres Projekt ist der Kräutergarten mit Bienenwelt auf unserer Terrasse: Projektleiterin Miriam Lendemann hat gemeinsam mit Jasmin Mesic und Anatta Brändli einen Kräutergarten mit Heil- und Küchenkräutern eingerichtet. Lernende – ob Köch/innen, Drogist/innen oder andere – können die Kräuter nun direkt vor Ort entdecken, was den Unterricht noch handlungs- und kompetenzorientierter sowie praxisnäher macht. Erste Bewohner/innen: ein Bienenvolk. Ziel ist es, anhand der Bienen exemplarisch die Situation der Insekten aufzuzeigen und Themen wie Insektensterben oder der Einfluss invasiver Arten auf die Biodiversität verständlich zu machen.
Startschuss für das Nachhaltigkeitsprojekt: Am schulinternen Weiterbildungstag im Dezember 2023 fiel der Startschuss zu einem mehrjährigen Nachhaltigkeitsprojekt an der Allgemeinen Berufsschule Zürich ABZH.
Es hat zum Ziel, das Thema Nachhaltigkeit umfassend an der Schule und im Bewusstsein der Lernenden zu verankern.
Mit gutem Beispiel voran: Aktiv und Bewusst für die Zukunft Handeln.
Unter diesem Leitsatz wurde gemeinsam mit dem Kollegium die Zielsetzung formuliert.
Im Anschluss daran hat die Schulleitung ein Nachhaltigkeits-Commitment abgegeben, das zentrale Stossrichtungen festlegt:
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Wir gestalten unseren Unterricht in allen Bereichen des Leitbilds (Kompass) und des pädagogischen Leitbilds nachhaltig.
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Wir beziehen überwiegend regionale, saisonale und nachhaltig produzierte Lebensmittel, mindestens mit dem Standard IP Suisse.
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Wir sparen im Rahmen unserer Möglichkeiten Energie.
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Wir berücksichtigen bei Einkauf, Buchung, Veranstaltungen und Aufträgen vorbildliche Ausbildungsbetriebe und nachhaltige Schweizer Produzenten.
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Wir reduzieren gezielt unsere Abfallmengen und vermeiden Food Waste.
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Wir sensibilisieren unsere Anspruchsgruppen für das Thema Nachhaltigkeit.
Aus dem Commitment entstand ein grosses, bereichsübergreifendes Entwicklungsprojekt. Die drei zentralen Themen
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Nachhaltige Ernährung
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Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft
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Soziale Nachhaltigkeit
…werden in einem dreijährigen Zyklus gemeinsam mit den Lernenden vertieft. Der Fokus liegt auf handlungsorientiertem Unterricht sowie einer jährlichen Schwerpunktwoche. Parallel werden die Bereiche Personal und Organisation kontinuierlich weiterentwickelt.
Jährlich steht ein anderes Thema im Mittelpunkt. Im Schuljahr 2024/25 war es die nachhaltige Ernährung, dieses Jahr ist es das Thema Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft. Dazu entwickeln wir – gemeinsam mit Future Perfect – eine thematische Schnitzeljagd.
Nachhaltigkeit als Teil des Unterrichts – in allen Fächern:
Der jeweilige Themenschwerpunkt wird im Laufe des Schuljahres lehrplangemäss im Berufskunde-, Allgemeinbildenden (ABU)-, Fremdsprachen- sowie Sportunterricht behandelt. Lehrpersonen entwickeln dazu passende Unterrichtssequenzen.
In der im November stattfindenden Schwerpunktwoche wird das Thema klassenweise in Modulen praxisorientiert vertieft.
Begleitet wird das Ganze von der schuleigenen ABZH-Nachhaltigkeits-App, die im Playstore unter dem Suchbegriff „ABZH Nachhaltigkeit“ verfügbar ist. Dort finden sich unter anderem:
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ein Stadtrundgang zur nachhaltigen Ernährung
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ein virtueller Escape Room
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Buchtipps unserer I&D-Lernenden zum aktuellen Thema
Die App wird derzeit überarbeitet, verbessert und in Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich um Challenges erweitert.
Die Lernenden sollen im Verlauf des Schuljahres immer wieder mit dem aktuellen Nachhaltigkeitsthema in Kontakt kommen – und es so langfristig in ihrem Bewusstsein verankern.
Ganz nach dem Motto: Nachhaltigkeit macht Schule.
Party in Diversity - ein Blick zurück
Unsere Talentförderungsklasse hat dieses Jahr eine ganz besondere Party organisiert. Das Motto lautete: „PARTY IN DIVERSITY“ – eine Einladung, die Vielfalt unserer Kulturen zu umarmen und gemeinsam zu feiern.
Das Jahr war spannend, voller Höhen und Herausforderungen. Obwohl wir alle keine Erfahrung darin hatten, wie man eine Veranstaltung professionell auf die Beine stellt, haben wir uns mutig ins Abenteuer gestürzt. Anfangs war es wie eine wilde Achterbahnfahrt – rasant, chaotisch, manchmal überfordernd. Doch wie jede Fahrt kommt auch hier irgendwann der Moment, in dem man innehält, durchatmet und erkennt: Es hat sich gelohnt. Wir haben diese wichtige Chance ergriffen – und sie nicht bereut.
Ich spreche nicht nur für mich, sondern für die ganze Klasse, wenn ich sage: Wir haben unglaublich viel gelernt. Nicht nur darüber, wie man ein Event plant, sondern auch, wie man mit Druck umgeht, Verantwortung übernimmt und Freude teilt – mit anderen und miteinander.
Die Talentförderungsklasse hat mir gezeigt, was es bedeutet, langsam ins Erwachsenenleben hineinzuwachsen. Das Projekt wurde mehr als nur eine Aufgabe – es wurde ein Teil meiner Freizeit, ein Teil von mir. Ja, vielleicht machte es mich sogar ein bisschen abhängig – aber im besten Sinne. Ich lernte, meine Zeit zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und zu erkennen, dass Erfolg nie nur von einer Person abhängt, sondern vom Team und dem gemeinsamen Willen, etwas zu erschaffen.
Ein besonderer Dank gilt Frau von Matt. Ihre Begeisterung und ihr Glaube an uns haben uns getragen. Sie war immer da – mit Rat, Tat und Motivation. Ihre Unterstützung hat uns gezeigt, wie
wertvoll es ist, jemanden an der Seite zu haben, der an einen glaubt.
Und das Wichtigste? Zu wissen: Du bist nie allein. Hinter jeder Idee, jedem Erfolg steht ein Team – eine Gemeinschaft, die sich trägt und gemeinsam wächst.
Habe ich deine Neugier geweckt? Dann bist du genau die Person, die wir brauchen! Menschen mit Freude am Gestalten, Mut zum Ausprobieren und dem Wunsch, etwas zu bewegen. Menschen, die mit wachen Augen durch die Welt gehen, gerne ins kalte Wasser springen und dabei ein Leuchten in sich tragen.
Mein Tipp an dich: Versuch es einfach.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wichtig ist, dass du Freude an dem hast, was du tust – und stolz auf das bist, was du erschaffen darfst.
Ich wünsche dir von Herzen ein inspirierendes, mutiges und freudvolles Jahr in der Talentförderungsklasse!
Herzlich,
Alicia Lo Martire
Hotelfachfrau im 2. Lehrjahr
Mitglied der Talentförderungsklasse 2024/25
Junge Talente, grosser Auftritt: ABZH rockt das Food-Festival
Vom 12. bis 22. Juni 2025 drehte sich in Zürich alles um Geschmack, Innovation und Genuss – denn das FOOD ZURICH Festival feierte seine zehnte Ausgabe. Unter dem Motto «Kulinarische Zukunft» wurden über 100 genussvolle Events veranstaltet.
Bereits am 24. Mai wurde das grosse Jubiläum mit einem besonderen Auftakt gefeiert: dem längsten Tisch der Schweiz, über 1,2 Kilometer lang – vom Bellevue bis zum Zürichhorn – mit kulinarischen Highlights aus allen 12 Stadtkreisen. Und mittendrin: 15 hochmotivierte Kochlernende der ABZH!
Die diesjährige Talentklasse der ABZH wirkte gemeinsam mit der Gategroup am Tafelabschnitt des Kreis 7 mit. Ihre Aufgabe war es, ein kaltes und ein warmes Gericht zum Thema «Jubiläum» zu kreieren – inspiriert vom Charakter des Kreis 7.
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Das kalte Gericht wurde im Glas serviert – gemeinsam mit drei weiteren Kreationen – und als Picknicktasche für zwei Personen verpackt.
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Das warme Gericht kam direkt vom Grill.
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Insgesamt kreierten die Lernenden 650 Gläser für 2 Personen her – also 1'300 Portionen – mit vegetarischen und nicht-vegetarischen Varianten.
Bereits im März begannen unter der Leitung von Alexander Wilhelm und Roland Menzi die intensiven Vorbereitungen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gategroup entwickelten die Lernenden Ideen, verwarfen sie wieder und verfeinerten ihre Rezepte Schritt für Schritt.
Am 8. April fand an der ABZH ein Probelauf statt – vor geladenen Gästen: darunter ein Vertreter des MBA, Mitglieder der Schulkommission und Schulleitung der ABZH, zwei ehemalige Michelin-Sterne-Köche (heute bei Gategourmet tätig) sowie Vertreter:innen des FOOD ZURICH Festivals. Auch Lernende der letztjährigen Talentklasse zeigten grosses Interesse an den diesjährigen Kreationen.
Oliver Fischer, Schulkommissionsmitglied und Initiator der Zusammenarbeit mit Gategroup, führte engagiert durch den Anlass.
Am 24. 05.2025 tischten die Lernenden ihre Picknick-Kreationen dem grossen Publikum auf. Sie arbeiteten hochkonzentriert, professionell und mit beeindruckender Ruhe – ganz wie in einer echten Küchenbrigade.
Für die jungen Talente war dieser Anlass weit mehr als ein Projekt. Es war eine Bühne, eine Lernchance – und eine Möglichkeit, ihr Können zu zeigen und weiterzuentwickeln.
Und das taten sie mit Bravour: Die Lernenden der Talentklasse überzeugten mit Kreativität, Teamwork und kulinarischem Können – eine rundum starke Leistung!
Heilpflanzen-Power: Mailin Rohner holt Platz 1!
Am 12. Mai 2025 fand die Preisverleihung des ZKB Nachhaltigkeitspreises statt. Die Jury ehrte die zehn besten Vertiefungsarbeiten des Schuljahres 2024/2025. Insgesamt nahmen 106 Berufslernende aus 19 Berufsfachschulen im Kanton Zürich mit ihren Vertiefungs- oder Berufsmaturitätsarbeiten am Wettbewerb teil.
Den ersten Platz belegte die Vertiefungsarbeit von Mailin Olivia Rohner, Köchin an der Allgemeinen Berufsschule Zürich, mit dem Thema „Heilpflanzen von Anbau bis Anwendung“. Wir gratulieren Mailin Olivia Rohner herzlich zu ihrer hervorragenden Leistung!
Der Verein Nachhaltigkeitspreis zeichnet seit 24 Jahren Berufslernende für ihre Vertiefungs- und Berufsmaturitätsarbeiten zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen aus. Eine sechsköpfige Jury bewertet die Arbeiten nach Relevanz, praktischem Bezug und Gesamteindruck. Die besten zehn Arbeiten erhalten insgesamt 5'300 Franken und eine Urkunde zur Bewerbung. Ein herzliches Dankeschön an die Zürcher Kantonalbank als Hauptsponsor für ihr wertvolles Engagement in der Berufsbildung!
Discuss-it @ ABZH – Politik hautnah erleben!
Am 15. Mai 2025 tauchten ABZH-Lernende in zwei topaktuelle politische Debatten ein – direkt mit Politiker:innen im Gespräch!
Hanspeter Göldi (SP) und Toni Zweifel (Die Mitte) diskutierten am Vormittag zum Thema „Integration von Zugewanderten – Fördern oder Fordern?“. Die Lernenden hörten aufmerksam zu, stellten kluge Fragen und stimmten per Umfrage über politische Mitbestimmung ohne Schweizer Pass ab.
Beim Streitgespräch zur Zukunft der Wehrpflicht trafen nachmittags Christoph Marty (SP) und Pascal Lamprecht (SVP) aufeinander. Es wurde leidenschaftlich debattiert – über Gleichberechtigung, Sicherheit und gesellschaftlichen Wandel. Auch hier mischten sich die Lernenden aktiv ein.
Fazit: Zwei komplexe Themen – verständlich, spannend und jugendnah präsentiert. Eine echte Einladung zum Mitdenken und Mitreden!
Hoher Besuch an der ABZH
Mit grosser Freude wurden Frau Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner sowie Herr Dr. Niklaus Schatzmann, Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes (MBA), und Herr Dr. Markus Zwyssig, Leiter der Abteilung Berufsfachschulen Weiterbildung des MBA, von der Rektorin und der Vizepräsidentin der Schulkommission der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZH) empfangen.
Im Zentrum des Besuchs standen die integrative und separative Förderung sowie die Heterogenität und die sprachlichen Herausforderungen in den Klassen der ABZH. Roland Menzi, Leiter BFB, erläuterte das ausgeprägte Förder- und Unterstützungssystem der Schule und Markus Koller, Leiter SOS-Team, wies darauf hin, dass den Lernenden neben engagierten Lehrpersonen und einem professionellen Beratungsteam auch externe Stellen wie z. B. Kabel zur Unterstützung zur Verfügung stehen. Um die Kompetenzen der Lehrpersonen im Bereich Beratung und Begleitung auch im digitalen Kontext weiter zu vertiefen, bietet die Schule ein ausgeprägtes vierjähriges Weiterbildungsprogramm an, in dessen Rahmen interessierte Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit dem EHB einen CAS in diesem Bereich absolvieren können. Die Förderkurse im Bereich der Sprachförderung, die nach der konsequenten Früherfassung greifen, sowie die Kombikurse und weitere Förderkurse wurden in die digitale Umgebung überführt, was den Berufsbildner/innen und den Lernenden in Zukunft einen transparenteren Einblick in ihre Fördermassnahmen ermöglichen und die Einhaltung des Förderzyklus unterstützen soll. Der Talentförderung wird in der Schule ebenfalls besondere Aufmerksamkeit geschenkt; einerseits im Bereich der Kochklassen, die ab dem 2. Lehrjahr eine separative Talentklasse führen, andererseits generell für alle Lernenden aller Berufsgattungen in der Talentgruppe, in der die beteiligten Lernenden ein selbst entwickeltes Projekt verfolgen und dabei wichtige Kompetenzen erwerben können, aber auch durch attraktive Freikurse.
Die Besucherinnen und Besucher konnten einen ersten Unterrichtsbesuch in einem Förderkurs der Köchinnen und Köche machen und sich ein Bild von den Unterstützungsleistungen und Hilfsmitteln sowie von der individuellen Begleitung durch die Lehrkräfte (Roland Menzi und Markus Koller), und deren Methodik und Fördermassnahmen machen. Alle Gäste profitierten, genossen den Kontakt mit den Lernenden und zeigten Interesse an der Arbeit im Unterricht.
Bei einem zweiten Unterrichtsbesuch in einer Regelklasse für Köchinnen und Köche erhielten die Gäste Einblick in die Vorbereitung einer Präsentation im Rahmen der Vertiefungsarbeit. Der Unterricht in dieser Klasse wurde von Frau Judith Kleeb geleitet.
Beim abschliessenden Apéro fand ein reger Austausch zwischen den Gästen, der Schulleitung, den Lehrpersonen sowie den Lernenden statt.
Es war ein gelungener Anlass, nach dem alle Beteiligten zufrieden und mit vielen neuen Erkenntnissen ins Wochenende gehen konnten.
Wir danken Frau Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner sowie den beiden Verantwortlichen des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes für ihren Besuch und ihr Interesse an unseren Förder- und Unterstützungsmassnahmen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Schulleitung, die zuständigen Stabsstellen und die Lehrpersonen, die uns Einblick in ihre Arbeit gewährt haben.
Vernissage der Vertiefungsarbeiten EBA zum Oberthema ‘Starten: Ich starte / ich starte durch / ich starte neu…’
Am 24. März 2025 fand die Vernissage der Vertiefungsarbeiten der EBA-Lernenden statt. Eingeladen waren die Lernenden, ihre Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, Eltern, Freunde und Kolleginnen und die Lehrpersonen der betreffenden Lernenden.
Unter dem Motto „Starten: Ich starte / ich starte durch / ich starte neu…“ wurden die besten Vertiefungsarbeiten der EBA-Klassen des Jahrgangs 2024/25 gewürdigt. 17 Lernende schafften es in die Ränge. Ihre Arbeiten werden für zwei Wochen im Informationszentrum ausgestellt, um so den nachfolgenden Klassen als gute Beispiele zu dienen.
Die Vielfalt und Kreativität, mit der die Lernenden das Oberthema umsetzten, war eindrücklich. Eine kleine Auswahl der behandelten Themen zeigt die Bandbreite an Kreativität:
Koch- und Esskultur aus Sri Lanka
Ich starte mit dem Boxen
Durchstarten mit einem Tesla
Wir starten die zweite Filiale in Wiedikon
Eine Pilgerreise starten
Ich starte mit dem Bau eines Holzmöbels
Ich möchte Portugiesisch lernen
Eine Vertiefungsarbeit zu verfassen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für unsere Lernenden. Es geht nicht nur um das Schreiben, sondern auch um Planung, Umsetzung, den Mut haben, ein Interview zu führen, auch wenn man vielleicht nicht so gut Deutsch kann, etwas Neues zu wagen und – wenn es mal harzig wird – einfach dranzubleiben und nicht aufzugeben. Mit dem Verfassen einer Vertiefungsarbeit werden somit viele verschiedene Kompetenzen gefordert und geprüft. Die zur Vernissage eingeladenen Lernenden, haben diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. Fleiss, Einsatz und Durchhaltewillen lohnen sich immer…
Ein grosses Dankeschön an Markus Koller, Co-Fachgruppenleiter ABU für seine stimmige Ansprache, den beiden Schulleitungsmitgliedern Christoph Muggli für die Organisation und Durchführung des Apéros sowie Bojan Krecov, seiner Unterstützung beim Apéro. Ebenso danken wir allen Lehrpersonen und Gästen, die diesen Anlass zu einer würdigen Veranstaltung für die Lernenden gemacht haben.
Gusto 2025 - die Glorreichen Sechs... und einer davon ist Lorenz Schait, ein Lernender der ABZH
Wir gratulieren Lorenz Schait, Lernender im 2. Lehrjahr im The Dolder Grand und in der Biliklasse von Nathalie Gnehm zu seinem Einzug in das grosse Finale der Schweizer Meisterschaft «gusto25»!
Der Einzug ins Finale ist alleine schon ein grosser Erfolg. Die Konkurrenz war riesig: 111 Jungtalente im zweiten und dritten Lehrjahr hatten sich dieses Jahr angemeldet.
Von ihnen dürfen fünf Finalisten und eine Finalistin am 13. März zum Wettkochen in der Berufsfachschule Baden reisen. Sie kämpfen um den Sieg am beliebten Wettbewerb von Transgourmet/Prodeta.
Die sechs Jungtalente haben insgesamt drei Stunden Zeit, um ihre Vor- und Hauptspeise live, unter den wachsamen Augen einer Kochjury, zuzubereiten. Bewertet werden die Gerichte anschliessend von einer Degustationsjury. Die Rangverkündigung erfolgt einen Tag später, am 14. März, im Rahmen von Gusto – The Show im Kongresshaus Zürich.
Der Gewinner oder die Gewinnerin von «gusto25» reist für zwei Wochen nach Singapur zu Julien Royer ins Restaurant Odette. Für die Zweitplatzierte oder den Zweitplatzierten gibt es eine Reise nach Salzburg zu Martin Ebert im Restaurant Ikarus und der dritte Platz garantiert spannende Tage bei Mike Wehrle im Bürgenstock Resort.
«gusto» wird von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes organisiert. Ziel ist eine nachhaltige Berufsbildung und die Zukunft der Kochbranche zu festigen. Die jungen Talente sammeln wichtige Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben und können sich einem breiten Publikum präsentieren.
Wir drücken Lorenz Schait die Daumen für das Finale... und machen mit beim Publikumsvoting! Dieses läuft noch bis 28.2.2025.
Also, unbedingt abstimmen...!
Vielfalt und Kreativität: Gelungene Vertiefungsarbeiten der EFZ-Abschlussklassen
Am 20. Januar 2025 fand in den Räumlichkeiten der ABZH die Vernissage zu den Vertiefungsarbeiten der EFZ-Klassen statt. Geehrt wurden die Lernenden, die sehr gute Vertiefungsarbeiten verfasst haben. Nach der Einführung durch die Rektorin, Meta Studinger, durften die Lernenden unter Applaus ein Präsent des Abteilungsleiters Bojan Krecov entgegen nehmen.
Das Oberthema der diesjährigen Vertiefungsarbeit war «be-/suchen». Einmal mehr zeigt sich der unglaubliche Ideenreichtum der Lernenden bei der Umsetzung des Oberthemas. Gezeigt werden 52 Werke mit Titeln wie «Zusammen», «Heilpflanzen, von Anbau bis Anwendung“, „Hüttegschicht“, «Besuch bei den Küstenfischern», „Zucker – die Suche nach der Wahrheit“, «Meditation – auf der Suche nach mir selbst“, „Epilepsy – a search for understanding through visits and insights“, «Besuch in den Reben», «Finnland im Wandel der Zeit» und «Der Besuch vom Therapiehund» um nur eine paar wenige zu nennen.
Besonders hervorzuheben sind die sechs Lernende Szofia Strbka (Bühnentanz) mit «Searching for the perfect pair», Chiara di Fante (Hotel-/Kommunikation) mit «Besuch im Herzen der Schweizer Demokratie», Anna Roth (Drogerie) mit «Zu Besuch beim Tod», Sarah Covucci (Drogerie) mit «Ein eigenes Terrarium für einen Kurzkopftaggecko gestalten», Tara Le Selçuk (Küche) mit «Besuch auf dem Bauernhof ‘Zur chalte Hose’ und Jedida Schoop (Restauration) mit «Ich suche mein Talent als Modelfotografin», welche ihre gelungenen Arbeiten den Gästen in einer knapp 30-minütigen Präsentation sehr professionell vorstellten. Es braucht doch ein wenig Mut, sich vor einem grösseren Publikum zu präsentieren. Chapeau, liebe Lernende!
Beim feinen Apéro konnten die Lernenden zusammen mit ihren Berufsbildner/-innen, Eltern, Freund/-Freundin, Schulleitung und ABU-Lehrpersonen auf ihre tolle Leistung anstossen.
Nach der Vernissage werden die Vertiefungsarbeiten noch für drei Wochen in einer Ausstellung gezeigt, die von den anderen Klassen rege besucht werden wird. Dabei holen sie sich (formale) Ideen für die eigene bald anstehende Vertiefungsarbeit.
Das Verfassen einer Vertiefungsarbeit bedingt viel Durchhaltevermögen, manchmal auch eine hohe Frustrationsgrenze. Das Schreiben verlangt den Lernenden auch bezüglich Methodentechnik und Umgang mit digitalen Medien einiges ab. Umso mehr ist es immer wieder eindrücklich, wie Lernenden diesen Ansprüchen gerecht werden. Ein grosses Dankeschön gilt auch allen Beteiligten, die zum guten Gelingen beigetragen haben: Berufsbildner/innen, Eltern, der Freundeskreis, die beteiligten Lehrpersonen und die Schulleitung inkl. dem Refa-Team, die diese Anlässe ermöglicht und tatkräftig unterstützt.
Innovatives Lernen: ABZH-Lehrpersonen tauchen in die Welt des Unternehmertums ein
Im Rahmen des SchiLf’s 2024 schlüpften die Lehrpersonen des allgemeinbildenden Unterrichts der abzh für drei Tage in die Rolle der Lernenden, um innovative Geschäftsmodelle auf Grundlage von «myidea.ch» zu entwickeln. Das kreative Lernprogramm ist Teil des wegweisenden Pilotprojekts "Unternehmerisches Denken und Handeln an Berufsfachschulen der Schweiz" (UDH), das darauf abzielt, unternehmerisches Denken systematisch in der modernen beruflichen Grundbildung zu verankern. Die gezielte Förderung unternehmerischer Kompetenzen bei Berufslernenden steht dabei im Mittelpunkt. Gerade im Hinblick auf den neuen Rahmenlehrplan «Allgemeinbildung 2030» ermöglicht «myidea», alltagstaugliches Wissen und viele der geforderten Schlüsselkompetenzen zu vermitteln.
Mit grossem Engagement, hoher Professionalität und sehr sympathisch führten Sandra Uhlmann und Corinna Walther durch das praxisnahe SchiLf-Projekt. Ziel ist es, Berufslernende umfassend und vorausschauend auf die spannenden Herausforderungen einer möglichen unternehmerischen Tätigkeit vorzubereiten. Kritisches Denken wird dabei nicht nur als wirkungsvoller Schutz vor manipulativen Einflüssen gesehen, sondern auch als unverzichtbare Basis für nachhaltigen Erfolg und verantwortungsvolles Handeln.
Die erarbeiteten Geschäftsideen wurden am dritten Tag – unter Berücksichtigung der erlernten theoretischen Grundlagen – lustvoll und mit grosser Kreativität einer professionellen Jury (Meta Studinger, Rektorin, Johanna Altenberger, Mitglied der Schulkommission und Christoph Muggli, Schulleitungsmitglied) vorgestellt und von dieser wohlwollend bewertet. Fazit: ABU-Lehrpersonen sind kreativ, humorvoll und neugierig. ‘We are impressed but not suprised.’
Mateo Leon Merlin Müller: Erfolgreich im Sport und in der Lehre – Ein Balanceakt mit Zukunft
Mateo Leon Merlin Müller hat im Rudern (Skiff) am Coupe de la Jeunesse in Racice, Tschechien, ein internationaler mit 16 Coupe-Nationen im Titelkampf (darunter unter anderen Norwegen, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden und der Schweiz) einmal Silber und einmal Gold gewonnen. Er trainiert im Seeclub Sursee besucht die ABZH im 2. Lehrjahr als Orthopädist EFZ und spricht in diesem Interview über seine Erfahrungen im Zusammenhang mit seiner Ausbildung, seiner Arbeit und seinem intensiven Training.
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille und Goldmedaille! Wie fühlt es sich an auf dem Podest zu stehen?
Es war eine grosse Erleichterung, dass ich dem Druck, den ich mir grossenteils selber auferlegte, standhalten konnte.
Für das A- Final musste ich mich zuerst qualifizieren. Dies gelang mir sowohl am Samstag wie auch am Sonntag souverän mit dem 1. Platz im Vorlauf.
Mit dem Gewinn der Silbermedaille am Samstag wusste ich, dass am Sonntag evtl. Gold möglich ist. Meine Strategie am Sonntag war, noch selbstbewusster und aggressiver das Rennen zu starten, wie auch den Schlussspurt allenfalls früher anzusetzen; das Ziel war Gold. Es ist für mich eine sehr befriedigende Erfahrung, dass mir dies in allen Belangen auf diese Weise und mit meiner Strategie gelungen ist.
Wie schaffst du es, das intensive Training mit deiner Lehre als Orthopädist in der ABZH zu vereinbaren?
Ich muss die Zeit gut einteilen: was mache ich wann, wie lange, mit welcher Intensität und ich muss auf einiges verzichten. Zum Beispiel setze ich meine Ferien hauptsächlich für Trainingslager und Selektionsrennen ein. Auch das Treffen mit Freunden braucht etwas Organisation und kann nicht immer so spontan stattfinden, wie ich dies möchte. Ich trainiere 9 Mal pro Woche; neben der Arbeit und der Berufsschule.
Gab es während deiner Ausbildung oder deines Trainings für diesen Anlass besondere Herausforderungen, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
Ja, durchaus, im Positiven: Ich bin stolz, dass es mir gesamthaft gelungen ist, die Trainings, die Arbeit und die Arbeit für die Schule unter einen Hut zu bringen.
Im Negativen war, dass ich nicht immer Zeit hatte, mich optimal für alle Prüfungen vorzubereiten. Aber im Moment liegen die Noten alle im «grünen Bereich».
Welcher Moment am Wettkampf war für dich am emotionalsten und warum?
Es waren beide Momente auf dem Podest speziell emotional. Die Silbermedaille war mein erstes Edelmetall an einem internationalen Titelkampf. Besonders emotional war der Gewinn der Goldmedaille. Als die Schweizerflagge mit der Nationalhymne gehisst wurde, realisierte ich so richtig den Erfolg und mir kamen Freudetränen.
Inwiefern hilft dir dein Wissen aus der Orthopädie-Ausbildung beim Rudern, insbesondere was Verletzungsprävention und Regeneration betrifft?
Ich habe eine detailliertere Vorstellung von meinem Körper erhalten, besonders über die Anatomie.
Was motiviert dich, sowohl im Rudern als auch in deiner beruflichen Ausbildung gleichzeitig Höchstleistungen zu erbringen?
Ich habe im Rudern festgestellt, dass ich Talent habe. Daher entwickelte sich in mir der Ehrgeiz, sowohl im Rudern wie auch im Beruf Höchstleistungen zu erbringen.
Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus, an dem du sowohl trainierst als auch arbeitest?
Mein typischer Tag beginnt mit einem nahrhaften Frühstück, das in der Regel meine Mutter vorbereitet. Anschliessend gehe ich zur Arbeit oder in die Berufsschule. Am Abend habe ich dann eine Trainingssession von ca. 3 Std. Danach folgt das Abendessen, eventuelle Schulvorbereitungen, Lernen, Stretching und dann hoffentlich genügend Schlaf. Durch die Möglichkeit eine Sportlehre bei Orthotec AG (Schweizer Paraplegiker Zentrum) zu absolvieren, kann ich neben dem Samstag auch an 2 Wochentagen zusätzlich ein Morgentraining durchführen.
Eine typische Woche sieht mit den Wochentagen wie folgt aus:
Montag: ganztags im Lehrbetrieb bei Orthotec, am Abend Training
Dienstag: morgens Training, am Nachmittag Arbeit im Lehrbetrieb und am Abend 2. Training
Mittwoch: Berufsschule an der ABZH. Zugfahrt: 1.5h ein Weg, abends Training.
Donnerstag: gleich wie dienstags: morgens und abends Training, Nachmittag: Arbeit im Lehrbetrieb.
Freitag: ganztags im Lehrbetrieb, Training am Abend
Samstag: Training am Morgen und Nachmittag oder Wettkampf das ganze Wochenende.
Sonntag: Bisher trainingsfrei.
Neben dem Lehrbetrieb und Schule ergibt dies Total 9-10 Trainingseinheiten pro Woche.
Wie unterstützt dich dein Umfeld, wie Trainer, Familie oder Arbeitskollegen dabei, beides unter einen Hut zu bekommen?
Ich werde vor allem von meinen Eltern
unterstützt. Meine Mutter wie auch mein Vater unterstützen mich voll in meinen
Ambitionen. Mein Vater, der früher auch schon ruderte, ist mein persönlicher
Trainer. Meine Mutter hilft mir bei der Koordination, um alles unter einen Hut zu
bringen und gut ernährt zu sein. Auch meine Schwester unterstützt mich durch
ihre Anwesenheit und Reise an die verschiedensten Wettkämpfe und
Selektionsorte.
Ich habe das Glück, dass ich in einem sehr unterstützenden Lehrbetrieb arbeite.
Ich geniesse insbesondere im Team von meiner Lehrmeisterin Gina Merz vollen
Support zu erhalten. Hierfür bin ich sehr dankbar. Auch den Support in der
Schulklasse möchte ich erwähnen, die bereit war eine 5 Minuten Pause
durchzuarbeiten damit ich schon früher auf den Zug und somit rechtzeitig ins
Training konnte.
Welche Ziele hast du sowohl im Sport als auch beruflich für die nächsten Jahre?
In den nächsten Jahren möchte ich an den Erfolg anknüpfen. Nächstes Jahr ist mein Ziel mich in das schnellste Schweizer Boot für die Junioren Weltmeisterschaft zu selektionieren.
Weiter möchte ich mich für die Spitzensport RS empfehlen.
Wichtig ist mir meine Berufslehre mit viel Freude erfolgreich abzuschliessen, um bestmöglich für den Beruf Orthopädisten vorbereitet zu sein.
Hast du einen Tipp für andere junge Sportler, die ebenfalls eine Doppelbelastung von Sport und Ausbildung bewältigen müssen?
Ich kann das nur empfehlen. Ich finde es eine spannende Herausforderung. Dazu braucht es eine gute Koordination, Disziplin sowie Freude, Motivation und Durchhaltevermögen.
Redaktion: Daniel Stucky
Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit
Eine Lehrerin und vier Lernende berichten über ihre Erfahrungen mit der Schwerpunktwoche Nachhaltigkeit.
Alexandra Honegger, Lehrerin Allgemeinbildung
Abwechslungsreich, spannend, informativ - meine Erfahrungen in der Nachhaltigkeitswoche
Etwas unsicher startete ich am Montagmorgen in die Nachhaltigkeitswoche mit dem Modul „Werkstatt“. Würde ich meine Klasse richtig instruieren, würde alles klappen? Nach einer kurzen Orientierungsphase legten die Küchenangestellten motiviert los. Die Werkstatt bot viel Abwechslung und für alle war etwas dabei, das sie interessierte. Die Lernenden arbeiteten konzentriert in Einzelarbeit, diskutierten Aufträge zu zweit und rätselten und lachten beim Spielen. Die 4 Lektionen waren im Nu vorbei.
Am Nachmittag durfte ich mit meiner Klasse den Einkaufsladen des Ökozentrums besuchen. Als Einstieg ins Thema schauten wir einen Beitrag aus Einstein. Die Frage: „Welche Vorspeise ist die klimaneutralste?“ hat die Lernenden angeregt, mitzudenken und mitzuraten. Ist es der Nüsslisalat aus der Region mit Speck oder doch eher das Gazpacho mit Gemüse aus Spanien? Danach stellten sie in Gruppen Einkaufstüten zu verschiedenen Themen zusammen. Sie staunten nicht schlecht über die Zahlen, welche die Kasse ausspuckte. Nicht der Preis war das Erstaunliche! Die Kasse zeigte auch, wie viel CO2 pro Einkauf freigesetzt wurde. Die Einkaufstüte mit lokalen Lebensmitteln kam auf über 90kg CO2, weil nebst Gemüse auch 400g Rindfleisch und ebenso viel Poulet gekauft wurde, während die gesunde Tüte gerade mal 3kg CO2-Ausstoss produzierte, da sie nur Gemüse und Früchte enthielt. Dieses Modul hat definitiv zum Nachdenken, Überdenken und Umdenken des eigenen Verhaltens angeregt!
Nach einem Einstieg ins Thema „Foodwaste“ im Klassenzimmer, verbrachte ich den Dienstagmorgen mit einer Drogistenklasse im Saal. Wir besuchten das Forumtheater Actback. Die rund 70 Lernenden im Saal durften mitbestimmen, in welche Richtung sich die Theaterszenen entwickeln sollten. Sie brachten spannende, eigene Ideen ein, entwarfen alltagsnahe Szenen, spannten den Bogen zum Thema „Foodwaste“ und 3 Lernende spielten sogar mit. Es wurde viel gelacht, manchmal diskutiert und vielleicht sogar der Startschuss gelegt für die eine oder andere schauspielerische Karriere.
Herzlichen Dank an die Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“ für den enormen Aufwand und die vielen kreativen Ideen zum Thema „Nachhaltige Ernährung“. Es hat richtig Spass gemacht!
Quentin Richter, Silas Conradin, Laurin Reck und Leopold Glowatz, K24 a
Heute am 13.11.24 waren wir, die Klasse K24a, in Rothenburg und haben eine Führung im Pistor gehabt.
Am Anfang erfuhren wir mehr über das Thema Food Waste, welches uns durch den Pistormitarbeiter und Mitglied des United Against Waste Silvan Pfister vorgestellt wurde.
Es ging um den Abfall und Wasserverbrauch unserer heutigen Gesellschaft, und wie wir dies angehen können.
Wir haben uns als Nation der UN dazu verpflichtet bis 2030 unseren Klimafussabdruck auf der Erde bis um 50% zu reduzieren.
Wir Schweizer/Innen verursachen momentan pro Jahr 170 Kilogramm Essensabfälle, wobei Frankreich nur 90 Kilogramm wegwirft, dies auch weil Frankreich schon lange die Verpflichtung hat, Essensreste an Organisationen für Bedürftige zu spenden und nicht alles wegwerfen darf.
Auch der Wasserverbrauch ist in der Schweiz mit Einnahme des benötigten Wassers für die Lebensmittelproduktion bei 3500 Liter Wasser pro Person und Tag sehr hoch!
Der Rundgang vom Pistor hat einen eindrücklichen Einblick in das automatisierte Versandsystem der Lieferorganisation gegeben. Bei Pistor werden riesige Mengen an trockenen, tierischen, tiefgekühlten und auch hygienischen Produkten jeden Tag durch riesige Roboter organisiert und übers Laufband laufen, dabei werden die jeweiligen Kühlketten der Norm entsprechend eingehalten.
Dazu kommt das Pistor mittlerweile auch Lieferant für medizinische Verbrauchsprodukte vom Kantonsspital Winterthur ist, was Pistor zu einem der Grösseren Lieferanten der gesamten Schweiz macht, Pistor ist wohl auch der letzte eigenständige Lieferant von Lebensmittel und dazugehörigen Produkten.
"Discuss-it" zu Besuch an der ABZH
Am 24. November 2024 stimmt das Schweizer Volk über den Ausbau der Nationalstrassen ab. Gegen diesen Ausbau, der Bundesrat und das Parlament beschlossen haben, wurde das Referendum ergriffen.
Domenik Ledergeber (SVP) und Michael Schmid von der Alternativen Liste (AL) haben am 30. Oktober 2024 im grossen Saal der ABZH untereinander aber vor allem - und um das geht es in dieser Reihe - mit den Lernenden eine rege Diskussion geführt. Die Lernenden haben gute, durchdachte und auch kritische Fragen gestellt. Die Diskussion wurde souverän von Charlène Pfammatter geleitet. Es wurde von den Lernenden Fragen über verschiedene Aspekte wie z.B. der öffentliche Verkehr und dessen Ausbau gestellt. Oder auch die Frage ob es nicht sinnvoller wäre, dort zu arbeiten, wo man wohnt (oder umgekehrt) wurde thematisiert. Solche Diskussionen zeigen den Lernenden, dass es nicht nur schwarz/weiss-Lösungen gibt und oft über komplexe Themen abgestimmt werden muss.
Diese «Discuss-it» - Reihe, die der Fachleiter des allgemeinbildenden Unterrichts organisiert, ist eine sinnvolle und anregende Form, junge Menschen zur Politik zu führen. Die Lernenden erleben hautnah, wie Politiker/-innen miteinander diskutieren, Pro- und Contra-Argumente austauschen und manchmal auch streiten.
Erfolgreicher Einsatz an der Zagg 2024
Vom 20. bis 23. Oktober 2024 ist die Zagg in Luzern erneut der nationale Treffpunkt für die Gastronomie- und Hotelleriebranche. Die diesjährige Messe legt einen besonderen Fokus auf den Berufsnachwuchs, der nicht nur über Weiterbildungsangebote informiert wird, sondern auch aktiv in das Geschehen eingebunden ist. Die Lernenden Nicolas Müller, Mats Hartmann, Cio Wartmann und Kim Colonna der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZH) haben dabei durch ihren hervorragenden Einsatz besonders überzeugt.
Ein Highlight des ersten Veranstaltungstags am Sonntag war der Apéro, der unter der Leitung von Mario Garcia und in Zusammenarbeit mit den Talentklassen aus Zug , Luzern und Zürich organisiert wurde. Die Lernenden hatten die Aufgabe, aus zugeteilten Zutaten eigene Rezepte zu entwickeln. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Zwei Teams der ABZH zauberten eine vegane Vorspeise sowie eine raffinierte Fischvorspeise, die von den Besuchern der Messe begeistert verkostet wurden. Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Jetzt muss ich mir um die Zukunft der Schweizer Küche keine Sorgen mehr machen.“
Die Lernenden der ABZH stellten ihre Kreativität und ihr handwerkliches Können eindrucksvoll unter Beweis, unterstützt von den beiden Fachlehrpersonen Roland Menzi und Alexander Wilhelm, die sie mit grossem Engagement auf diese Herausforderung vorbereitet hatten. Neben den praktischen Fertigkeiten wurden auch Teamarbeit und Innovationsgeist gefördert – Eigenschaften, die in der Gastronomie und Hotellerie unverzichtbar sind.
Die ABZH ist stolz auf die Leistung ihrer Lernenden und das Engagement ihrer Lehrpersonen. Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihrem grossartigen Einsatz und freuen uns darauf, auch in Zukunft herausragende Talente zu fördern.
Schweizermeisterschaft im Fleischplattenlegen
Am 25.
September fand die Schweizermeisterschaft im Fleischplatten legen statt. Der
Schweizerische Fleisch-Fachverband (SFF) führte einmal mehr die Meisterschaft
mit Schwergewicht Fleischerzeugnisse durch.
Ziele dieser Veranstaltungen sind unter anderen, die Lernenden zu höherer Leistung, handwerklicher Geschicklichkeit und mehr Motivation zu führen sowie eine Hebung des Ausbildungsniveaus und die Förderung des Innovationsgeistes. Weiter sollte diese Schweizermeisterschaft auch das Interesse an den Fleischfach-Berufen wecken und somit Berufsinformation und Nachwuchswerbung betreiben.
Von der ABZH haben insgesamt acht Lernende teilgenommen; fünf Lernende aus dem 1. und drei Lernende aus dem 2. Lehrjahr.
Während 60 Minuten, inklusive Vorbereitungszeit und Berechnung der Kosten, mussten die Kandidatinnen und Kandidaten eine kalte Fleischplatte für fünf Personen nach einem frei wählbaren und sichtbaren Thema erstellen. Die Fleischerzeugnisse mussten im Voraus in der Metzgerei geschnitten und von dort mitgebracht werden. Die Berechnungstabelle für die Berechnung der Kalkulation durfte ebenso «leer» mitgenommen werden.
Die Jury bewertete unter anderem der Schwierigkeitsgrad der Legetechniken, die Kreativität, die Gesamtpräsentation, die Beschriftung sowie die Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz.
Zusätzlich fanden auch die «Berufsschulmeisterschaften» statt. Dabei wurden Teams mit drei Lernenden aus derselben Berufsschule gebildet. Es konnten auch mehrere Teams aus derselben Berufsfachschule gebildet werden.
Die Lernenden der ABZH konnten ihre Fähigkeiten und Kreativität unter Beweis stellen und haben mit grossem Engagement beeindruckende Ergebnisse erzielt. Auch wenn es leider keiner unserer Lernenden in die Top-3 geschafft hat, war die Begeisterung gross und alle haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Besonders erfreulich ist, dass die Motivation und der Ehrgeiz, sich bei den SwissSkills im Herbst 2025 erneut zu beweisen, bei allen Teilnehmenden gestärkt wurde.
Solche Wettbewerbe sind nicht nur eine Plattform zur Förderung der Berufskompetenzen, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, den Teamgeist und die Leidenschaft für das Handwerk zu stärken. Herzliche Gratulation an alle Teilnehmenden zu dieser herausragenden Leistung!
Politische Diskussion an der ABZH
Am 22.
September stehen wichtige Entscheidungen in der Schweiz Politik an. Unter
anderem stimmen wir über Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und
Landschaft (Biodiversitätsinitiative)» ab.
Edith Häusler, Kantonsrätin des Kantons Zürich (Grüne) und Markus Bopp, Kantonsrat des Kantons Zürich (SVP) lieferten sich am Dienstag, 17. September im grossen Saal der ABZH einen sehr spannenden Schlagabtausch. Moderiert wurde die Diskussion von Roman Bächler.
Einmal mehr durften Lernende der ABZH in einer spannenden Diskussion, organisiert von «DiscussIt» und der Fachgruppe Allgemeinbildung der ABZH, miterleben und mitdiskutieren, welche Vor- und Nachteile es bezüglich einer nationalen Vorlage geht.
Die Biodiversitätsinitiative setzt sich für den Schutz und die Förderung der natürlichen Vielfalt in der Schweiz ein. Im Falle einer Annahme würde sie strengere Umweltauflagen für die Landwirtschaft und den Bau von Infrastrukturprojekten mit sich bringen.
Dies könnte positive Auswirkungen auf die Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten sowie auf die Verbesserung der Lebensqualität in ländlichen Gebieten haben.
Auf der anderen Seite stehen mögliche Herausforderungen für die Wirtschaft, insbesondere im Bereich Landwirtschaft und Bauindustrie, die sich an neue Auflagen anpassen müssten.
WorldSkills 2024 in Lyon: Schweizer Nachwuchstalente im Einsatz
Carmen Többen, Marc Gay und Markus Schmid traten in ihren Disziplinen Hotel Reception, Restauration und Küche an, um eine Medaille für die Schweiz zu holen. Begleitet von zahlreichen Fans, die sie vor Ort und von zu Hause aus unterstützten, zeigten sie ihr Können und lieferten beeindruckende Leistungen ab.
Die Siegerinnen und Sieger der WorldSkills 2024 werden im Rahmen der Schlussfeierlichkeiten bekanntgegeben. Wir gratulieren unseren Teilnehmenden zu ihren herausragenden Leistungen!
Die vollständige Rangliste finden Sie [hier].
Herzlichen Glückwunsch an die Medaillengewinnerinnen und -gewinner zu ihren grossartigen Erfolgen!
Hopp Schwiiz!
Berufsbildner/Innen-Tagung der Fachgruppe Küche an der ABZH
Am Dienstag, den 3. September 2024, fand an der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZH) die Berufsbildner/Innen-Tagung der Fachgruppe Küche statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der wertvolle Austausch zwischen der Schule und den Bildungspartner/Innen, darunter das Bildungszentrum Wädenswil, die Prüfungskommission 37 sowie WIGL-DIGITAL LEARNING. Hauptthema war die Implementierung der neuen Bildungsverordnungen, die ausführlich besprochen wurden.
Ein Dankeschön gilt allen Teilnehmer/Innen und den beteiligten Bildungspartner/Innen für den konstruktiven Austausch.
Für Fragen und Anregungen zum Unterricht an der ABZH steht Ihnen Herr Thomas Rüegg (Co-Leiter Fachgruppe Küche) gerne zur Verfügung: thomas.rueegg@abzh.ch
Sprachabenteuer an der ABZH: Erfolgreiche BILI-Boost Wochen 2024
Vom 26. bis 29. August 2024 herrschte an der ABZH eine besondere Atmosphäre: Die BILI-Boost Days, Teil des neuen bilingualen Konzepts der Schule, boten den Lernenden der Klassen K24b, K24d und FAHH24b eine einzigartige Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse intensiv zu vertiefen. Der Kurs "English in Action" brachte die Lernenden bereits in der zweiten Schulwoche in direkten Kontakt mit der englischen Sprache, begleitet von erfahrenen Lehrkräften aus England.
Zwei Berufsgruppen, die in der Ausbildung bilingual unterrichtet werden – Köche und Hauswirtschaft-Hotellerie – nahmen an diesem besonderen Programm teil. Die Woche war gefüllt mit rund 30 Lektionen voller spannender Aktivitäten wie dem "bili-Kitchen-Day", den "bili-Talks" und dem "bili-Market-Day".
Ein Highlight der Woche war das gemeinsame Kochen am Mittwoch und Donnerstag. Unter der fachkundigen Anleitung zauberten die Lernenden mediterrane und indische Menüs mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Bei strahlendem Sonnenschein genossen alle das köstliche Essen auf der Terrasse der ABZH. Neben den kulinarischen Erlebnissen sammelten die Teilnehmer wertvolle Erfahrungen im Bereich Service und Arbeitsabläufe. Am Donnerstag erhielten sie zudem Besuch von der Schulleitung sowie von besonderen Gästen aus dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA).
Die BILI-Boost Wochen tragen massgeblich dazu bei, die Zahl der bilingualen Klassen an der ABZH kontinuierlich zu erhöhen. Dank der praktischen und spannenden Möglichkeiten, die englische Sprache im Alltag anzuwenden, sind die Lernenden besser für die globalisierte Arbeitswelt und multinationale Teams gerüstet.
Ein grosser Dank gilt Nathalie Gnehm, Mirjam Lendenberger und Cyprian Jimenez, ohne deren Engagement die Woche mit den englischen Kolleginnen und Kollegen Lucy Willson, David Wright und Trevor Kelly nicht möglich gewesen wäre.
Die ABZH freut sich schon jetzt auf die nächsten BILI-Boost Days und die weitere Stärkung des bilingualen Unterrichts!
Neuer Start ins 1. Lehrjahr: Onboarding-Tag an der Allgemeinen Berufsschule Zürich
Diese Woche markiert einen bedeutenden Meilenstein an der ABZH: Zum ersten Mal haben alle Lernenden im 1. Lehrjahr das neue Schuljahr mit einem speziellen Onboarding-Tag begonnen. Dieses neue Konzept wurde entwickelt, um den Einstieg ins Berufsleben und den Schulalltag zu erleichtern und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Lernenden, Lehrpersonen und der Schulleitung zu stärken.
Begrüssung und Einführung durch die Schulleitung
Zu Beginn des Tages wurden die Lernenden von der Schulleitung herzlich empfangen. Rektorin Meta Studinger-Mast stellte die ABZH vor und erläuterte die grundlegenden Werte und Ziele der Schule. Im Anschluss informierte Christoph Muggli (Leitung Bereich Lernende) die Lernenden über ihre Rechte und Pflichten, darunter wichtige Themen wie das Absenzenwesen und die Schulordnung. Diese Einführung schuf eine klare Basis und vermittelte den neuen Lernenden Sicherheit für die kommenden Herausforderungen.
Schulhausführung und Fotosession
Nach der Begrüssung übernahmen die Lehrpersonen das Zepter. Sie führten die Klassen durch das Schulgebäude, um ihnen die verschiedenen Räumlichkeiten vertraut zu machen. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Foto-Session für den Lernenden-Ausweis, bei der alle Schüler professionell fotografiert wurden.
Technisches Onboarding – Schritt für Schritt
In Zusammenarbeit mit dem pädagogischen ICT-Support-Team und den IT-Mitarbeitern durchliefen die Lernenden anschliessend die technischen Onboarding-Schritte. Im Vorfeld hatten die Lehrpersonen bereits die Teams in Microsoft Teams eingerichtet und die Moodle-Klassencodes vorbereitet, sodass die Lernenden die ersten sechs Schritte des Onboardings bereits zu Hause absolvieren konnten.
Die restlichen Schritte, wie die Einrichtung des WLANs, das Einloggen in Moodle, sowie das Einrichten von Teams und OneNote, wurden dann in der Schule gemeinsam abgeschlossen. Zum Abschluss richteten die Lernenden den Drucker der ABZH ein, um in Zukunft alle wichtigen Unterlagen problemlos drucken zu können.
Der Beitrag von Schulleitung und IT-Teams
Dieser umfassende Onboarding-Prozess wäre ohne die enge Zusammenarbeit von Schulleitung, IT-Teams und Lehrpersonen nicht möglich gewesen. Durch ihre sorgfältige Vorbereitung und Unterstützung können sowohl Lernende als auch Lehrkräfte ab der kommenden Woche voll durchstarten und die digitalen Möglichkeiten der ABZH effektiv nutzen.
Einblick in den Sportunterricht
Neben den technischen und organisatorischen Inhalten erhielten die Klassen auch einen Überblick über den Sportunterricht. Die Sportlehrpersonen führten sie durch die verschiedenen Sporteinrichtungen und erläuterten, wie der Unterricht je nach Jahreszeit sowohl indoor als auch outdoor gestaltet wird. Besonders im Winter wird der Fokus auf Fitness und Krafttraining in den Innenräumen gelegt, während im Sommer die Aktivitäten nach draussen verlagert werden.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des ersten Onboarding-Tages sind die Lernenden bestens auf das neue Schuljahr vorbereitet. Die ABZH freut sich darauf, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen die bestmögliche Ausbildung zu bieten.
Erlebnisreiche Modulwoche 2024: Kreativität, Kulinarik und Natur
In der letzten, schwülen Schulwoche vor den Sommerferien durften die Lernenden der Allgemeinen Berufsschule Zürich die Modulwoche zum dritten Mal erleben. Von kulinarischen Erlebnissen über natürliche Reinigungsmittel bis hin zu Ausflügen in unterschiedlichste Museen gab es vielfältige Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Berufe, die an der Allgemeinen Berufsschule Zürich erlernt werden.
Da wir eine Berufsschule sind, die unter anderem Gastronomieberufe ausbildet, hatten die Lernenden beispielsweise die Gelegenheit, das kreative Anrichten von Speisen zu erlernen. In einem anderen Modul wurde vermittelt, wie Essig hergestellt wird. Neben den angehenden Gastronomen lernten die Drogisten und Drogistinnen unter den Lernenden, wie man aus Pflanzen verschiedene Heilmittel oder Produkte für das Wohlbefinden herstellt und dabei die Natur besser kennenlernt.
Die Klassendurchmischung ermöglichte es, dass eine Orthopädietechnikerin auch ein Modul einer Kochlehrperson besuchen konnte oder ein Kochlernender ein Heilkräutermodul belegen konnte. Diese Durchmischung bereitete vor allem uns Lernenden viel Spass und wir knüpften Kontakte über die Klassen hinaus.
Während unserer Besuche der Module führten wir zudem kurze Interviews zur Modulwoche durch, um die Meinungen der Lernenden und Lehrpersonen zu sammeln. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Besonders gelobt wurden die Auswahl und Vielfalt der Module sowie die Freiheit, die den Lernenden gegeben wurde, um ihre Kreativität auszuleben.
Wir empfehlen allen Lernenden, die Freiheit und Vielfalt der Modulwochen voll auszunutzen, und freuen uns bereits auf das nächste Jahr.
Autoren: Andrin Mainberger (Kochlernender EFZ) und Assena Aurora Cokgülen (Köchin EFZ - ehemalige Lernende)
Auszeichnung für Nachhaltigkeit
Am 27.Mai 2024 fand die feierliche Verleihung des ZKB Nachhaltigkeitspreises 2024 für Berufslernende statt. Dieser Preis würdigt herausragende Abschlussarbeiten und Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit, die von jungen Berufsleuten initiiert wurden. Die Veranstaltung bot eine Plattform, um innovative und nachhaltige Ideen zu präsentieren und zu ehren.
Wir freuen uns besonders, dass eine Lernende der Allgemeinen Berufsschule Zürich bei diesem Anlass ausgezeichnet wurde. Frida De Iuliis, eine engagierte und talentierte angehende Drogistin unserer Schule, erreichte mit ihrem beeindruckenden Projekt den 3. Rang. Ihr Beitrag zur Förderung der Nachhaltigkeit ist ein herausragendes Beispiel für den Einsatz und die Kreativität unserer Lernenden.
Mit ihrer Vertiefungsarbeit «Unterwegs in der Welt der Mykotherapie», konnte Frau De Iuliis die Jury überzeugen. Wir gratulieren herzlich zu diesem grossartigen Erfolg und sind stolz darauf, sie als Teil unserer Schule zu haben. Ihr Erfolg ist nicht nur eine Anerkennung ihrer harten Arbeit und ihres Talents, sondern auch eine Inspiration für alle anderen Lernenden.
Die ABZ wird weiterhin ihre Lernenden in ihren Bestrebungen unterstützen, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass solche Initiativen einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten.
Vom Luxushotel in die Diätküche
Alexander Bilecki hat nach einer erfolgreichen Karriere in der Luxushotellerie den Schritt gewagt, eine Weiterbildung zum Diätkoch an der Allgemeinen Berufsschule Zürich zu beginnen. Die Weiterbildung zum Diätkoch an der ABZ bietet eine wertvolle Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.
Im folgenden Interview gibt A. Bilecki Einblick in die Ausbildung und schildert seine Beweggründe, Erfahrungen und Herausforderungen. Er schätzt die praktische und theoretische Ausbildung gleichermassen und sieht grosses Potenzial in der Kombination von Kochkunst und Ernährungswissenschaft. Trotz Herausforderungen wie der digitalen Lerninhalte ist er begeistert von den Möglichkeiten und der Bedeutung seiner neuen Aufgaben.
Welche Gründe gibt es, eine Weiterbildung als Diätkoch an der Allgemeinen Berufsschule in Zürich zu machen?
Für mich war es in erster Linie die persönliche Weiterentwicklung. Ich wollte nicht stehen bleiben und habe jetzt den Entschluss gefasst, die Ausbildung zu starten. Seit Beginn der Weiterbildung ändert sich meine Sicht von der persönlichen Weiterentwicklung hin zum Patienten. Der Patient wird wichtiger und man merkt, wie bedeutend Nahrung für Gesundheit und Genesung ist. Als Diätkoch kann ich mitwirken und dem Patienten einen möglichst angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Aus der Hotellerie kommend, sehe ich den Patienten weiterhin als Gast, für welchen ich vollen Einsatz gebe.
Können Sie einem angehenden Koch, der bald die Grundbildung abschliesst, empfehlen, die Weiterbildung als Diätkoch zu machen?
Natürlich ist das eine sehr persönliche Sache. Der Bezug zum «Gast» ändert sich. Die Art der Krankheit und das Wohl des Patienten haben Priorität. Die Genesung zu verfolgen kann sehr viel bedeuten und man fühlt sich mit dem Patienten verbunden. Es ist jedoch wichtig, während der Weiterbildung das richtige Umfeld zu haben. In einem Spital oder einer ähnlichen Einrichtung zu arbeiten, ist empfehlenswert.
Welche Erfahrungen haben Sie bereits in der Zubereitung von speziellen Diätkostgerichten?
Als normaler Koch kennt man die Grundbegriffe und Grundzubereitungen. Sich jedoch z.B. mit einer Histamin-Intoleranz auseinanderzusetzen, ist komplett neu. Die Ausbildung ist unerlässlich, um solche speziellen Anforderungen zu verstehen und zu bewältigen.
Welche Ernährungsbedürfnisse haben Personen mit speziellen Allergien?
Am häufigsten begegnet man Laktose- und Glutenintoleranz. Besonders herausfordernd ist die Häufung von Allergien. Die Vermeidung von allergieauslösenden Lebensmitteln erfordert präzises Arbeiten und Kreativität.
Können Sie uns etwas konkreter mitteilen, auf welche Aspekte beispielsweise bei einem Diabetiker geachtet werden muss?
Diabetiker müssen besonders auf den Zuckergehalt und die Zusammensetzung ihrer Mahlzeiten achten. Es ist wichtig, die richtigen Nährstoffe in ausgewogener Menge zu liefern, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
Wie gehen Sie mit Kundenwünschen nach vegetarischer oder veganer Diät um?
Zu Beginn ist es schwierig, Menüs zu finden, aber eigentlich ist es überhaupt kein Problem. Man muss einfach kreativ sein und sich einlesen. Ich würde behaupten, dass ich dadurch kreativer geworden bin.
Welche Methoden gibt es, um fettarme Gerichte schmackhaft zu machen?
Eine gewisse Menge an Fett darf immer noch rein. Man kann trotzdem köstliche und schmackhafte Gerichte zubereiten. Anstatt Vollrahm verwendet man bessere fettarme Alternativen.
Welche Erfahrungen haben Sie bisher während ihrer Weiterbildung an der ABZ gemacht?
Alles läuft sehr gut. Die Verantwortlichen machen ihre Arbeit sehr gut und wenn man zuhört und motiviert ist, lernt man viel. Allerdings stelle ich das digitale Lernen etwas in Frage. Es schluckt viel Zeit. Ich frage mich, wie wichtig das ist. Weniger Zeit für digitale Inhalte und mehr praktischer Stoff wäre besser. Die Fernlerntage würde ich lieber vor Ort haben.
Inwiefern spielt die Nachhaltigkeit bei einem angehenden Diätkoch eine Rolle?
Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema. Es ist wichtig, nachhaltig zu arbeiten, aber die konkreten Massnahmen müssen oft von der institutionellen Seite kommen.
Wir danken Alexander Bilecki herzlich für das spannende und aufschlussreiche Interview. Seine Einblicke in die Ausbildung zum Diätkoch und seine Leidenschaft für die Verbindung von Kochkunst und Ernährungswissenschaft sind inspirierend. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg auf seinem Weg und sind gespannt auf seine zukünftigen Beiträge zur Gesundheitsvorsorge.
Politische Diskussionen an der ABZH
Die Allgemeine
Berufsschule Zürich war am 21. Mai Schauplatz zweier intensiver politischer
Diskussionen zur bevorstehenden Volksabstimmung über die beiden
Krankenkassenanpassungen. Am Morgen standen sich Min Li Marti von der SP und
Markus Bopp von der SVP gegenüber, wobei Moira Isabel Dinkel die Moderation
übernahm. Vor über 60 aufmerksamen Lernenden wurden die unterschiedlichen
Standpunkte ausführlich mitdiskutiert.
Am Nachmittag setzte sich die Reihe fort mit einem weiteren Streitgespräch zwischen Katharina Prelicz-Huber und René Bünter. Auch dieses Mal nahmen 60 Lernende teil und zeigten reges Interesse an den politischen Debatten. Die hitzigen Schlagabtausche wurden souverän von Julia Komander moderiert. Diese Veranstaltungen, organisiert durch die DiscussIt boten den Lernenden wertvolle Gelegenheiten, sich eingehend mit den Argumenten beider Seiten auseinanderzusetzen, ihre politischen Kenntnisse zu vertiefen und sich für die kommenden Volksabstimmungen eine klare Meinung zu fassen.
29. Hauptversammlung der Schweizerischen Gastronomie-Fachlehrer-Vereinigung (SGFV)
Am Samstag, 4. Mai 2024 trafen sich die Mitglieder der Schweizerischen Gastronomie-Fachlehrer-Vereinigung (SGFV) an der Allgemeinen Berufsschule Zürich ABZ zu ihrer 29.Hauptversammlung.
Unsere Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner begrüsste die Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz dreisprachig und dankte ihnen für ihren grossen Einsatz für die Lernenden. Sie nahm auch Bezug auf den Fachkräftemangel und die damit verbundenen Herausforderungen. Rektorin Meta Studinger stellte kurz die ABZ vor und Roland Menzi und Alex Wilhelm gaben Einblick in ihr Projekt mit den VR-Brillen.
Auch wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Lehrpersonen ganz herzlich bedanken, dass sie sich tagtäglich für die Ausbildung unseres Berufsnachwuchses einsetzen.
Vom Schulalltag an die Servicemeisterschaft
Vom 26. April bis zum 2. Mai 2024 wird Luzern zum Treffpunkt der talentiertesten angehenden Servicefachkräfte der Schweiz. An der renommierten LUGA, der Luzerner Gewerbeausstellung, findet die 13. Servicemeisterschaft statt, bei der sich 22 herausragende Talente aus der ganzen Schweiz in der Kunst der Restauration messen. Unter ihnen befinden sich sechs ambitionierte Lernende unserer Einrichtung, die in den Bereichen Restauration und Hotelkommunikation ausgebildet werden. Diese Veranstaltung bietet ihnen eine einzigartige Plattform, um ihr Können und ihre Leidenschaft für den Beruf unter Beweis zu stellen.
Der Wettbewerb dient nicht nur als Schaufenster für aussergewöhnliches Talent, sondern eröffnet dem Gewinner oder der Gewinnerin auch die Möglichkeit, direkt am Assessment für die SwissSkills teilzunehmen. Dieses Ziel treibt alle unsere Teilnehmenden an, die mit Eifer und Hingabe auf diesen Moment hinarbeiten.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Sowohl in den Betrieben als auch bei uns an der ABZ haben unsere Lernenden die Möglichkeit, sich intensiv auf die vielfältigen Disziplinen des Wettbewerbs vorzubereiten. Zu den Herausforderungen, welchen sich die Lernenden stellen müssen, zählen unter anderem der Erlebnistisch zum Thema „Reisen“, Barista-Fähigkeiten, Barmix, Käseservice, Flambé-Techniken, Weinkenntnisse, Tatare-Zubereitung und eine geheimnisvolle Mystery-Aufgabe. Ihre Kreativität und ihr Fachwissen haben bereits die Rektoren aus dem Kanton Zürich beeindruckt, bei einer Vorführung, die das hohe Niveau und die ausserordentliche Motivation unserer Kandidaten unterstrich.
Unsere Teilnehmenden bestechen nicht nur durch ihre Präsenz und ihr Fachwissen, sondern auch durch ihre unbeugsame Motivation und die Freude am Beruf. Es ist diese Leidenschaft, die sie antreibt und die sie zu Vorbildern für Gleichaltrige und zukünftige Generationen in der Branche macht.
Der Wettbewerb ist öffentlich, und wir laden alle herzlich ein, unsere Lernenden zu unterstützen und anzufeuern. Kommen Sie an einem der Tage vorbei, um Zeuge dieses faszinierenden Schauspiels zu werden und unsere Talente in Aktion zu sehen. Ihre Unterstützung bedeutet uns und unseren Lernenden sehr viel und wir freuen uns darauf, Sie an der LUGA in Luzern willkommen zu heissen.
Vom Klassenzimmer ins Rampenlicht
Cio Wartmann, ein herausragender Kochlehrling der Allgemeinen Berufsschule Zürich, steht kurz vor dem Höhepunkt seiner bisherigen Ausbildung: dem Finale von "gusto24", der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende. Im zweiten Ausbildungsjahr im Baur au Lac in Zürich zeigt Cio, was es bedeutet, Leidenschaft und Talent zu vereinen. Sein Engagement und seine Hingabe haben ihm einen Platz unter den sechs Finalisten gesichert, wo er am 7. März 2024 sein exquisites Menü präsentieren wird. Dieses besteht aus einer Vorspeise von Pouletroulade mit Mangold und Pilz sowie einer Hauptspeise aus confiertem Saibling, die seine Fähigkeit, klassische Techniken mit modernen Einflüssen zu kombinieren, unterstreicht.
Cio ist nicht nur ein Beispiel für die hervorragende Ausbildung, die die Allgemeine Berufsschule Zürich bietet, sondern auch ein Beweis für die Qualität der Talentklasse, die besonders begabte Lehrlinge fördert. Sein Erfolg bei "gusto24" widerspiegelt die Stärke des Programms und die Exzellenz seiner Ausbildungsverantwortlichen im Lehrbetrieb Baur au Lac sowie seiner Lehrkräfte. Über den Wettbewerb hinaus träumt Cio davon, seine Fähigkeiten international in einem renommierten Michelin-Stern-Restaurant zu erweitern, ein Ziel, das sein Streben nach kulinarischer Perfektion verdeutlicht.
Die Allgemeine Berufsschule Zürich lädt alle Interessierten ein, Cio und die Zukunft der Kochkunst live am 8. März zu unterstützen. Der Live-Stream aus dem KKL Luzern, moderiert von Sven Epiney und Dominik Trauffer, verspricht einen unterhaltsamen Abend, der die kulinarischen Talente der nächsten Generation feiert. Seien Sie dabei, wenn der Höhepunkt der Veranstaltung, die Verkündung des Siegers von "gusto24", die kulinarische Welt in Atem hält.
Link zum Livestream und zum Voting
Ein Abend der Kreativität und Anerkennung an der ABZ
Am Montag, den 22. Januar
2024, verwandelte sich die Allgemeine Berufsschule Zürich in eine Bühne des
Talents und der Innovation. EFZ Abschlussklassen präsentierten ihre
Vertiefungsarbeiten zum Thema "Unterwegs", ein Schaufenster des
Einfallsreichtums und der Hingabe unserer Lernenden.
Der Abend begann mit einer herzlichen Begrüssung durch unsere Rektorin, die die Bedeutung der Kreativität und des Engagements unserer Lernenden hervorhob. Insgesamt wurden siebenundfünfzig beeindruckende Projekte ausgestellt, die die Vielfalt und den Eifer unserer Lernenden widerspiegeln.
Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten von Maria Lopez, Karin Schönenberger, Carole Stauffacher, Nicita Stössel und Assena Cokgülen. Diese fünf mutigen Lernenden präsentierten ihre persönlichen Projekte mit einer Leidenschaft und Professionalität, die uns alle beeindruckt hat.
Im Anschluss wurde die Ausstellung der besten Vertiefungsarbeiten im grossen Saal der ABZ zusammen mit einem feinen Apéro eröffnet. Dieser Moment der Gemeinschaft und des Austauschs war nicht nur eine Belohnung für die harte Arbeit unserer Lernenden, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung der Schulleitung für den Einsatz aller Beteiligten.
Dieser Abend war beispielhaft für das, was wir an der ABZ schätzen: Engagement, Kreativität und Gemeinschaft.
Ein Herzliches Dankeschön an das gesamte Organisationsteam unter der Leitung von F. Iten.
Zwischen Technologie und Menschlichkeit
Im Rahmen des schulinternen Lehrerfortbildungstages hielt Dominic Hassler eine aufschlussreiche Präsentation über die Auswirkungen generativer KI auf die Unterrichts- und Prüfungskultur. Hassler beleuchtete verschiedene Aspekte der generativen KI, einschliesslich ihrer Anwendung in der Bildung und den Herausforderungen, die sie für traditionelle Lehr- und Bewertungsmethoden darstellt.
Die Präsentation begann mit einer Diskussion über die Natur und Funktion von Sprachmodellen wie GPT und deren Einfluss auf Bildungskonzepte. Hassler betonte, dass die Entwicklung von KI-Technologien zwar beeindruckend ist, jedoch ihre zukünftige Entwicklung in Bezug auf Ressourcenintensität und Skalierbarkeit begrenzt sein könnte. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie gut ChatGPT Probleme lösen kann und wie man die Qualität von KI-generierten Texten bewerten und identifizieren kann.
In Bezug auf die Anwendung im Unterricht wurden verschiedene KI-Tools und deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Hassler erörterte die Notwendigkeit, zwischen erwünschter und unerwünschter Nutzung von generativer KI im Bildungskontext zu unterscheiden, sowie die wachsende Bedeutung von Zitieren und Quellenkritik.
Ein zentrales Thema war die Herausforderung, welche generative KI für traditionelle Prüfungsformate darstellt. Hassler beleuchtete, wie die Digitalität die Didaktik, Fachdidaktik und Prüfungskultur beeinflusst. Er betonte die Notwendigkeit, neue digitale pädagogische und fachdidaktische Kompetenzen zu entwickeln und die Unterrichts- und Prüfungskultur im Kontext des digitalen Wandels neu zu überdenken.
Zusammenfassend bot die Präsentation von Dominic Hassler wichtige Einblicke, um die Herausforderungen und Möglichkeiten der Integration generativer KI in den Unterricht und die Prüfungskultur zu verstehen und anzugehen.
Nachhaltigkeit in der Bildung
An unserem ersten schulinternen Weiterbildungstag fiel der
Startschuss zu unserem mehrjährigen Nachhaltigkeitsprojekt. In den kommenden
drei Jahren werden wir uns in abwechselnder Reihenfolge mit den
Themenbereichen “nachhaltige Ernährung”, “Klima und Energie”
sowie “soziale Nachhaltigkeit” auseinandersetzen.
Nachhaltig handeln heisst für uns auch, das, was wir lehren, vorzuleben. Dazu braucht es als Team und Organisation zuerst einmal eine Einigkeit darüber, was wir überhaupt unter Nachhaltigkeit verstehen. Nach einem Fachinput von Andy Handke hat sich das gesamte Schul-Team der ABZ unter der Leitung unserer Moderatorin Karin Meier deshalb zuerst einmal mit den Werten zur Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Dabei galt es unter anderem, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Die vielen guten und umfassenden Gedanken konnten wir auf eine Hauptaussage verdichten:
Mit gutem Beispiel voran: Aktiv und Bewusst für die Zukunft Handeln.
Am Nachmittag setzten sich die Lehrpersonen konkret mit dem Projekt auseinander und stellten erste Überlegungen an, wie sie die Begleitung der Themenbereiche im Unterricht in den unterschiedlichen Fachgruppen gestalten würden. Auch erste Ideen für die jährliche Schwerpunkt-Woche konnten gesammelt und an die zuständige Arbeitsgruppe übermittelt werden.
Fazit des Tages: Es kommt einiges auf uns zu, aber das Engagement und die Motivation, dieses wichtige Thema in Angriff zu nehmen, ist da.
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Rahmen dieses Projektes und danken dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt, éducation 21, dem Berufsbildungsfonds und der Stadt Zürich für die Unterstützung. Auch freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit unseren externen Partnern.
Lesung von Lika Nüssli
Am vergangenen Montag hatten zwei Klassen das Privileg, an einer Lesung von Lika Nüssli teilzunehmen. Die talentierte Autorin und Illustratorin präsentierte ihre berührende Graphic Novel, in der sie das bewegende Leben ihres Vaters als Verdingkind einfängt. Die Lernenden waren tief berührt von der eindrucksvollen Darstellung und der spannenden Erzählweise.
Während der Lesung hatten die Lernenden die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen. Inspiriert von den Elementen der Graphic Novel, setzten sie sich kreativ mit dem Thema auseinander. Jeder erstellte seine eigene Skizze einer Szene aus der bewegenden Geschichte. Es war beeindruckend zu sehen, wie die jungen Talente ihre Empathie und ihr gestalterisches Können zum Ausdruck brachten.
Diese Begegnung mit Lika Nüssli wird sicherlich
noch lange in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler nachhallen und ihnen
einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte der Schweiz eröffnen
Bili Kitchen Days: Schüler tauchen in die vegane Küche ein
Im Rahmen des bili kitchen days hatten die Schüler der Klasse das Vergnügen, gemeinsam mit Alessandro Scaccia und Emili Barrett in die vegane Küche von Kle, Dar und Cor einzutauchen. Nach interessanten Vorträgen durften sie ihr Wissen praktisch umsetzen und ein köstliches veganes Menü zubereiten. Diese handlungskompetenzorientierte Unterrichtssequenz war eine wahre Freude! Wir möchten uns beim Team von Zizi Hattab für den Einblick in ihre Küche bedanken – es war überzeugend lecker!
Meine «Erfolgsgeschichte» als Diätkoch
Mein Name ist Bernd Ackermann. Ich bin 54 Jahre alt und arbeite als Küchenchef in der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung in Zürich. Ich bin Autor und Co-Autor verschiedener Kochbücher.
Kochen ist meine Leidenschaft und ich habe mich dem anspruchsvollen Genuss und der Kreativität sowie den heutigen Möglichkeiten und Techniken aktueller, zeitgemässer Kochkunst verschrieben. Heutzutage liegen mein Fokus, das Interesse und mein Engagement für kulinarische Veränderung und Optimierung bei Menschen mit Handicap. Bestmögliche Verpflegung schenkt ihnen Lebensqualität und Lebensfreude.
Menschen mit Beeinträchtigung uneingeschränkten Genuss und Freude zu ermöglichen, bestärkt mich in meinem Ziel, eine neue Generation von Koch-Kreationen anzuregen. Wiedererkennen oder Neuentdecken macht Lust und schafft nicht nur Freude am Essen, sondern ist auch ein wesentlicher Bestandteil unseres kulturellen Lebens.
Während meiner Ausbildung zum Diätkoch 2016/2017 habe ich mich auf die Zubereitung und Umsetzung von pürierter Kost für Menschen mit Schluckstörungen spezialisiert und begonnen, ein Koch- und Fachbuch über Dysphagie zu schreiben. Nach vier Jahren Arbeit und mit Unterstützung meiner Kollegen und Co-Autoren haben wir das Buch im Juli 2021 fertiggestellt.
Das Koch- und Fachbuch für Schluckstörungen/Dysphagie «Make food soft» ist deshalb für mich eine Herzensangelegenheit. Für mich ist das der «Pauli» der Diätkochausbildung. Wir sind sehr stolz, dass unser Buch heute an der Berufsfachschule in Bern und an der Allgemeine Berufsschule Zürich als Fachbuch zur Diätausbildung im Unterricht eingesetzt wird.
Die Motivation, mit 55 Jahren die Weiterbildung zum Diätkoch mit eidgenössischem Fachausweis zu absolvieren, liegt in meiner Berufsehre. Der Beruf Koch/Köchin ist ein so wunderbarer Beruf, in dem einem die Welt noch offen steht. Ich freue mich, mein Wissen, meine Erfahrung und mein Können, das ich mir während der Diätkochausbildung aneignen durfte, an junge Kollegen und Fachleute weitergeben zu können.
Ich kann und möchte allen Berufskollegen empfehlen, die Diätkochausbildung zu absolvieren, damit dieser Beruf und der Diätkoch auch in Zukunft einen hohen Stellenwert behalten. Die Bedeutung des Diätkochs sowie die Ausbildung und Weiterbildung im diätetischen Fachwissen ist unerlässlich. Meine Philosophie lautet: «Spitzenküche findet längst nicht mehr nur in Gourmettempeln statt!»
Das erfahre ich täglich als kulinarischer Gesamtleiter der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung und der Klinik Lengg in Zürich.
Mit meiner Kochkunst Menschen Freude zu bereiten und nachhaltig Gutes zu tun, erfüllt mich mit grosser Freude. Dabei bestimmen das feinsinnige Herausarbeiten natürlicher Aromen und das Bewahren des authentischen Geschmacks marktfrischer Produkte die DNA all meiner Kreationen. Das ist mein persönliches Erfolgsgeheimnis als ausgebildeter Diätkoch.