Jahresbericht 2016/17

“ABZ unter einem Dach“ – eine Vision wurde Wirklichkeit

Die Allgemeine Berufsschule Zürich (ABZ) hatte lange Jahre die Vision von einem Standort für die gesamte Schule. Jahrzehnte war die ABZ auf verschiedene Schulhäuser verteilt. Die Köche prägten das „Heiri“(-Schulhaus), die „Ausstellungsstrasse 90“ wurde von der Restauration dominiert, die „Ausstellungsstrasse 60“ war für viele die Metropole der ABUs, Naturwissenschaftler, Drogisten und der Verwaltung – und dann gab es noch das „kleine gallische Dorf“ an der Gloriastrasse, wo die Diätköche zu Hause waren. Über die Jahre entwickelten sich so verschiedene Kulturen, der Föderalismus wurde ganz nach Schweizer Manier grossgeschrieben. Es gab aber auch latent den Traum von einer Schule unter einem Dach. Besonders die Mitglieder der Schulleitung wurden immer wieder beim Mittelschul- und Berufsbildungsamt vorstellig, doch bis zur Verwirklichung dieser Vision sollten noch Jahre vergehen …
Die Chance kam mit der Umnutzung des Toni-Areals, welche durch die Strategie der Stadt Zürich, Zürich-West aufzuwerten, einherging. Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bekam ihren Campus im Toni-Areal und räumte somit ihren Standort an der Ausstellungsstrasse 60 (heute 44). Die Allgemeine Berufsschule Zürich hatte dann wohl die besseren Argumente, als es darum ging, welche Berufsfachschule nun den grossen Gebäudekomplex mit dem Museum für Gestaltung teilen darf. Seit Februar 2017 bildet die ABZ nun ihre 16 Berufe unter einem Dach aus.

Beat Kunz, Schulkommissionspräsident ABZ
und Romeo Scheidegger, Prorektor ABZ

Gerüstet für die Zukunft

Mit der örtlichen Veränderung ging auch eine Neustrukturierung der Organisation einher. Die personelle Führung durch eine Person wurde durch die Schaffung von drei Abteilungen breiter verteilt, und mit der neuen Stelle, Leitung Zentrale Dienste, soll die Leitung mehr Zeit erhalten, ihre Kernkompetenzen wahrzunehmen. Die Voraussetzungen sind geschaffen, dass die Allgemeine Berufsschule Zürich sich den Herausforderungen von morgen stellen kann.

Elektrofahrzeuge sind im Strassenverkehr in naher Zukunft Normalität und selbstfahrende Autos werden Berufe, wie Taxifahrer, in zehn bis zwanzig Jahren überfüssig machen. Auch die Roboterisierung von Industriezweigen wird gewisse Beschäftigungen stark dezimieren. Unsere Berufe – besonders in der Gastronomie und Hotellerie – werden wohl nur am Rande wegen autonomen Staubsaugern entbehrlich, trotzdem ist es auch für eine ABZ geradezu Pflicht, ihre Lernenden auf eine immer digitaler werdende Welt optimal vorzubereiten. Irgendwo haben wir folgenden Satz gelesen: „Lernende von heute werden auf eine Welt von morgen von Lehrpersonen von gestern unterrichtet“. Um diesen Spruch Lügen zu strafen, müssen wir uns als Bildungsorganisation fort- während weiterentwickeln: „Bring your own device“ (BYOD), virtuelle Lernplattformen, neue Bildungsangebote (wie Lernateliers an Berufsfachschulen) sind Stufen, auf denen wir Schritt für Schritt der Welt von morgen näherkommen.
Die Zukunft kann kommen – wir sind bereit!

Beat Kunz, Schulkommissionspräsident ABZ
und Romeo Scheidegger, Prorektor ABZ   

Willkommen an der ABZ!

Los geht‘s ins Abenteuer Lehre! Über 900 Lernende durfte die Rektorin Brigitta Walser neu an der ABZ begrüssen. Zum letzten Mal fand die Begrüssungsveranstaltung in der Turnhalle an der Heinrichstrasse statt – wir werden die originellen roten Punkte in der PowerPoint Präsentation vermissen.

Aufmerksam lauschten die Lernenden den Begrüssungsworten der Rektorin, die ihnen mit freundlichen aber klaren Worten die Allgemeine Berufsschule Zürich und deren Erwartungen an sie vorstellte. In einem Video, das ein mittlerweile pensionierter Lehrer der ABZ produziert hat, gaben ältere Lernende und Lehrpersonen den Neuen wertvolle, witzige und sinnvolle Tipps für eine erfolgreiche Lehre.

Jeweils mit Spannung wird die Aufforderung der Rektorin erwartet, berufsweise aufzustehen. Während bei den Berufen aus dem Gastrobereich die halbe Turnhalle aufstand, wirkten die weni- gen Lernenden aus anderen Berufen wie Physiklaboranten oder Zahntechniker ein wenig verloren. Die neuen Schüler beäugten einander teils nervös, teils gelassen und cool, neugierig oder ein- geschüchtert, und natürlich wurden auch die anwesenden Lehrpersonen verstohlen eingeschätzt.

Am Schluss wurden die Lernenden klassenweise von ihren Lehrpersonen empfangen – und schon beginnt der 1. aufregende Schultag.

Alles Gute, liebe Lernende!

Rektorin Brigitta Walser begrüsst die 1. Klässler a-b-z.ch 

Seit wann bist du an der ABZ?

Begonnen habe ich 1984 – also vor über 30 Jahren!

Wo wohnst du? Hast du Familie?
Ich wohne mit meiner Frau und den erwachsenen beiden Töchtern und einem Sohn in Hinwil.

Welche Hobbies hast du?
Ich wandere sehr gerne. Zudem entdecken meine Frau und ich mit dem Camper am liebsten den Norden Europas.

Was hast du ursprünglich gelernt?
Ich habe die Lehre bei der Roche als Chemielaborant gemacht. Nebst verschiedenen Weiterbildungen habe ich ein Handelsdiplom abgeschlossen.

Welcher deiner vielfältigen Arbeiten an der ABZ gefallen dir am besten?
Diese sind sehr vielseitig und im Laufe der Zeit sind immer mehr Aufgaben dazu gekommen. Nebst der Betreuung der Chemie- und Physiksammlung und der naturwissenschaftlichen Mediothek habe ich eine Datenbank für ca. 400 Chemikalien erstellt. Ich erarbeite sehr gerne Datenbanken, so z.B. ein Tool für die Erstellung des Stundenplans. Auch unterstütze ich gerne die Lernenden und Lehrpersonen im IT-Bereich.

Was wünschst du dir von den Lernenden/den Lehrpersonen?
Einen respektvollen und freundlichen Umgang. Es macht mir grosse Freude, wenn ich Lernenden und Lehrpersonen helfen kann. Lieber Urs, danke für das Gespräch. 

"Man muss den Willen haben, auf die vorderen Ränge zu kommen."

Interview mit Alina Baer – Schweizer Meisterin‚ Hotellerie-Hauswirtschaft‘ Swiss Skills 2016 Swiss Skills
führt in diversen Berufen Schweizermeisterschaften durch. Unsere ehemalige Lernende Alina Baer gewann im Oktober 2016 den ersten Preis. Wir gratulieren ihr herzlich.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, um Schweizer Meisterin zu werden?
Kreativ, effzient und kommunikativ sein, gelassen bleiben in hektischen Momenten und bereit sein, situativ zu entscheiden. Und man muss den unbedingten Willen haben, auf die vorderen Ränge zu kommen.

Wo arbeiten Sie jetzt und als was?
Ich arbeite als stellvertretende Leiterin Housekeeping im Bellvoirpark und bin zuständig für den Bereich Food & Beverage.

Was gefällt Ihnen (nicht) an Ihrem Beruf?
Der Beruf ist äusserst vielseitig. Was mir weniger gefällt, sind die unregelmässigen Arbeitszeiten.

Welche Erfahrungen bleiben Ihnen aus der Berufsschule in Erinnerung?
Ich hatte eine sehr gute Zeit an der ABZ. Hier habe ich meine beste Freundin kennengelernt und hier konnte ich mir ein breites Wissen aneignen.

Welche Tipps können Sie den Lernenden geben?
Habt ein Ziel vor Augen und zieht es durch. Vergesst nicht, Ferien zu machen!

Alina Baer erhält an den Swiss Skills die Goldmedaille 

 

 

Abschied und Aufbruch

Der Umzug naht – Abschied und Aufbruch lautete entsprechend das Motto unserer schulinternen Lehrerweiterbildung (SchiLw).

In den Workshops erhielten wir Lehrpersonen ein letztes Update zur Umzugs- und Verpackungsorganisation, so dass nun (hoffentlich) jeder wusste, welche Zügelkiste mit welcher Etikettenfarbe versehen werden musste, wie man sperrige Zimmerpflanzen verpackt und sicherstellt, dass der geliebte ergonomische Bürostuhl wieder im eigenen Zimmer landet. Die Nervosität vor dem bevorstehenden Umzug war spürbar, doch die Zügeltruppe von Welti-Furrer konnte mit ihren klaren Anweisungen die Gemüter beruhigen.

Der SchiLw endete mit einer eindrücklichen Chemie-Show unserer Chemielehrpersonen und des Prorektors, der das Schulzimmer an der Limmatstrasse zum Abschied mit Rauch einnebelte.

Anschliessend fuhren Lehrpersonen und Schulleitung zum Apéro und Jahresabschlussessen ins Restaurant Stürmeierhuus in Schlieren, wo wir ein ausgezeichnetes Essen geniessen durften.

Auf einen fulminanten Start in unserem neuen Schulhaus! 

 

Prorektor R. Scheidegger zeigt seine explosiven Chemie-Künste 

Während die einen schon vor den Weihnachtsferien in den Zügelmodus verfielen und wochenlang zwischen gepackten Kisten unterrichteten, warteten die anderen bis zum letzten Tag, bis sie ihre Schränke leerten. Vor den Sportferien war es endlich soweit: der Auszug begann.

Dabei gab es einige, die nicht zu beneiden waren. Die Fachschaften der Naturwissenschaftler und Köche hatten kistenweise Gerätschaften einzupacken, unter anderem zerbrechliches oder gar giftiges Material aus dem Chemieunterricht, welches mit grösster Sorgfalt gezügelt werden musste. Vieles wurde ausgemistet. Das hatte auch seine positiven Seiten. Die Köche veranstalteten einen öffentlichen „Rausverkauf“, bei dem gut erhaltene Küchengeräte günstig verkauft wurden. Es herrschte ein grosser Andrang in der Schulküche, Lernenden wie auch Lehrpersonen verließen die Küche strahlend mit Bratpfannen, Mikrowelle oder gar einem Kühlschrank im Arm.

Langsam hatten alle die kahlen Räume und halbleeren Regale satt und waren froh, als die Zügelfirma Welti-Furrer mit ihren Lastwagen vorfuhr, um die gepackten Kisten abzutransportieren.

Nach einem wehmütiger Blick zurück, hiess es für alle: Türe schliessen und für immer Abschied nehmen.

Adieu Heiri, Au90, Gloriastr. und Li!

 

Letzte Anweisung vor dem Auszug 

Endlich ist unsere ABZ nach Jahren der Diaspora wieder unter einem Dach! Aber um welche Art Dach handelt es sich bei unserem phönixhaft aus der Asche entstiegenem neu-altem Au 44? Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges sahen Schulhausneubauten oft wie finstere Trutzburgen der Bildung aus, geeignet um der nach Wissen dürstenden Jugend den Ernst des Lebens auch in der Architektur deutlich vor Augen zu führen! In der Zwischenkriegszeit drängte eine neue Generation von Architekten ans Licht, die mit dem überladenen, uninspirierten Historismus oder dem dekorationsverliebten Jugendstil den Kampf ansagte! Licht und Luft sollte zukünftig in unseren Bildungsanstalten herrschen, die Epoche der Neuen Sachlichkeit begann sich – ausgehend vom deutschen Bauhaus in Dessau – auch in der Schweiz bemerkbar zu machen. Adolf Steger und Karl Egender reichten 1927 ein Projekt für den Neubau der Gewerbeschule & Kunstgewerbeschule Zürich ein, welches 1930 von den Stimmberechtigten der Stadt angenommen wurde, allerdings nach einem emotional geführten Abstimmungskampf.
Da steht sie nun, diese schmucklose Kiste aus Glas und gilt heute als Ikone der klassischen Moderne. (...) Auch wenn dieser Leuchtturm der Moderne (behebbare) Mängel aufweist, die kaum Steger & Egender anzulasten sind, ist doch zu hoffen, dass sich der visionäre Charakter unseres Schulhauses auch auf die darin Tätigen abfärben wird.

Ich wünsche uns allen erfreuliche Fortschritte in unserem gemeinsamen Schulhaus Au 44.

Dr. Felix Gartmann

 

Ausblick aus dem Aktsaal im 5. Stock 

Jahr für Jahr sitzen wir Lehrpersonen, zusammen mit vielen Besuchern, stolz in den Schulbänken und freuen uns über die Präsentationen von unseren Lernenden an der VA-Vernissage. Geschehen auch dieses Jahr wieder am 20. März 2017 in den ABU-Zimmern im 3. Stock. Sechs Lernende haben selbstbewusst und kompetent präsentiert, nachdem Romeo Scheidegger im Namen der Schulleitung die Vernissage eröffnet hat.

Wir haben 60 Arbeiten im Aktsaal ausgestellt, alle zum Oberthema „bewegen“. Die Arbeiten hätten vielfältiger nicht sein können: in gut gestalteten Arbeiten wurde über körperliches Bewegen, Nichtbewegen, aber auch über Dinge und Menschen, die etwas bewegen, geschrieben. Es waren rund 160 Personen anwesend. Etwa 40 Lernende zeigten ihren Eltern und Berufsbildnern voller Stolz die gelungenen Arbeiten. Damit diese Vernissage ein Erfolg wurde, haben viele fleissige Hände mitgeholfen; das ABU-Team, die Schulleitung, der Hausdienst und die Technik.
Weil der Abend so schön war, konnten wir den feinen Apéro bereits auf der Terrasse im 5. Stock geniessen. Möglich gemacht hat diesen Apéro das Team Restauration, das uns professionell verwöhnt hat. Für diesen gelungenen Abend bedanken wir uns herzlich und hoffen sehr, dass wir auch 2018 wieder miteinander auf erfolgreiche Vertiefungsarbeiten anstossen können.

Heidi Giger, Martin Better, Markus Koller

P.S. Im Anschluss an die Vernissage war die Ausstellung während drei Wochen, vom 21.3. bis am 7.4.17, für alle zugänglich. 62 Klassen haben sie besucht. Auch Gäste vom Laufbahnzentrum Zürich kamen vorbei, was uns sehr gefreut hat.

 

Kunstvoll verpackte Vertiefungsarbeit zum Thema „bewegen“ 

Bühnentänzerinnen, Drogistinnen, Köche, Orthopädisten und Restaurationsfachfrauen sind nur einige Berufe aus einer bunten Palette, die an der Allgemeinen Berufsschule Zürich gelehrt und gelernt wird. 2‘240 Lernende in zwei- drei- und vierjährigen Lehren aus 16 Berufen werden von 110 Lehrpersonen unterrichtet.

Zudem bietet die ABZ Zusatzlehren für Köche, Köchinnen, Diätköche/Diätköchinnen, Hotelfachfrauen/-männer und Restaurantionsfachfrauen-/männer an.

Als weiteres Angebot besteht der Modularunterricht für die Höhere Fachprüfung (HFP) zur/zum eidg. dipl. naturwissenschaftlichen Labortechnikerin/Labortechniker.

Die Schulleitung besteht aus 4 Mitgliedern. Unterstützt wird die Schulleitung und das Lehrerkollegium durch 14 Mitarbeiter/- innen in der Administration, der Informatik und in Betrieb und Unterhalt.

Stolz sind wir auf das neue Informationszentrum, in dem 2 Fachfrauen mit einem grossen und breiten Angebot an Medien jeglicher Art die Lernenden und Lehrerschaft unterstützen. 

Talentförderung Köche: Erlebnisbericht Rahel Harburger

Im Februar 2017 durfte ich dank meiner guten Schulleistungen ein zweiwöchiges Praktikum im Restaurant Mosimann`s in London absolvieren. Dies wurde mir ermöglicht durch die tatkräftige Unterstützung meiner Berufskundelehrer an der ABZ und der finanziellen Unterstützung der Institution ‚visite‘.
Am ersten Arbeitstag wurde ich herzlich vom Team empfangen. Schon am ersten Tag durfte ich mich beim Mittag- und Abendservice aktiv beteiligen und es machte mir riesigen Spass. Ich schätze es sehr, dass ich dies machen durfte. Ich konnte von vielem profitieren und dazulernen, hauptsächlich beim Anrichten habe ich viele neue kreative Möglichkeiten gesehen, welche mir meine Fantasie etwas erweitern konnten.
Die grösste Schwierigkeit war das Englisch. Obwohl ich mich auf Englisch gut verständigen kann, fehlten mir die Fachwörter, was manchmal zu Unklarheiten führten. Aber da in der Küche auch viele Schweizer waren, konnte ich auch ohne Probleme nachfragen. An die Arbeitszeiten musste man sich zuerst gewöhnen. Manchmal mussten wir 13 Stunden arbeiten. Aber das ist eigentlich in einem Restaurant normal. Dies störte mich auch überhaupt nicht, da es mir dort sehr gefallen hat. Mit dem Team hatte ich ein sehr gutes Verhältnis. Manchmal gingen wir nach der Arbeit auf ein Bier in ein Pub, um sich besser kennen zu lernen.
Für mich war es eine sehr spannende, motivierende Zeit und ich würde dies jederzeit wieder machen. Es war sehr interessant, den Unterschied zwischen dem Spital, wo ich die Lehre mache, und dem Restaurant zu sehen. Nach der Lehre könnte ich mir vorstellen, für ein Jahr dort zu arbeiten, um besser Englisch zu lernen.

Vielen Dank an alle, die mir diese Erfahrung ermöglichten!

 

Koch-Lernende Rahel Harburger im „Mosimann‘s“ in London 

Bogenschiessen, Badminton, Tischtennis, Tischfussball, Selbstverteidigung, Golf, Pentaque, Salsa, Capoeira, Zuma, Streetdance, Yoga, Entspannungstechnik, Kick-Boxen, Bootcamp, Speedminton, Fussball, Volleyball, Unihockey, Völkerball und ‚de schnällscht ABZler‘: den rund 1000 Lernenden der ABZ standen am 22. Sporttag im Milandia am Greifensee unzählige Sportarten zur Auswahl. Viele blieben trotzdem beim altbewährten: Fussball und Unihockey waren wie jedes Jahr der Renner, zu gewinnen gab es schliesslich einen Pokal, der dem Champions League-“Chübel“ zum Verwechseln ähnlich sah ...
Bei wolkenlosem Himmel und über 30 Grad unterrichteten, motivierten und feuerten über 30 Sportlehrpersonen, ausgebildete Instruktoren und Lehrpersonen die jungen Menschen an. Spielpläne wurden betreut, Zeiten gemessen, Punkte gezählt, Fotos geschossen, getröstet, gecoached, verarztet und und und ...
Diese Sporttagenden seit 1995 statt und sind ein Highlight an der ABZ. Sie geben den Lernenden die Möglichkeit, sich gegenseitig und auch ihre Lehrpersonen ausserhalb des schulischen Umfeldes zu begegnen, sich den ganzen Tag zu bewegen und neue Sportarten auszuprobieren. Neu im Angebot war dieses Jahr das Völkerball-Turnier, das auf grossen Anklang stiess sowie das Rennen um den/die ‚schnellste ABZ‘ler/in‘. Nach anfänglich zögerlichem Interesse machten schliesslich 60 Lernende am Rennen mit und hatten trotz Gluthitze grossen Spass dabei.
Zwei tolle Tage, die gut organisiert und mit viel Elan von allen Beteiligten in Erinnerung bleiben werden. Übrigens: Es war der Sporttag mit dem wenigsten Müll seit zehn Jahren!

Der nächste Sporttag findet am 12. und 13. Juni 2018 statt.

 

Gleich geht’s los: Sporttag im Sportpark „Milandia“ in Greifensee 

Am 24. Juni fand die offizielle Einweihung des neuen Schulhauses an der neuen/alten Adresse Ausstellungsstrasse 44 statt.

Unser erster „Tag der offenen Tür“ war gesamthaft eine erfolgreiche Veranstaltung. Kolleginnen und Kollegen fast aller Fachbereiche haben mit grossem Engagement Ausstellungen, Führungen und Shows dargeboten. Auch unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Zentrale Dienste haben ihren Samstag geopfert, um dafür zu sorgen, dass es bei diesem Grossanlass an nichts fehlte.

O-Ton der Schulleitung „IHR HABT ALLES RICHTIG GEMACHT – und dafür möchte ich euch herzlich danken!“

Auch dem OK-Team unter der Leitung von Christoph Muggli gebührt ein GROSSES DANKESCHÖN!

Leider war der Anlass beim ersten Mal noch nicht so gut besucht. Die Schulleitung und das OK-Team wird auf den nächsten solchen Anlass einige Verbesserungen in die Wege leiten.

Auch wenn die Besucher fehlten, gab es viele tolle Momente, die gezeigt haben, dass wir als Schule und Kollegium sehr gut funktionieren und mit kreativen Ideen und Präsentationen die ABZ im besten Licht darstellten.

Wir sind gespannt auf den nächsten Anlass.

 

Tag der offenen Tür: Ein Skelett weist den Weg zu den Drogisten 

Heugabel statt Kochlöffel

In der letzten Woche vor den Sommerferien herrscht jeweils gähnende Leere in den Schulzimmern: Die ABZ ist auf Exkursion. Dabei lassen sich die Klassenlehrer einiges einfallen: Von der Besichtigung einer Strumpffabrik über einer Führung im Botanischen Garten bis zum Bierbrauen oder Schokolade giessen ist alles dabei. Auch viel Sportliches: River Rafting auf dem Rhein, klettern, wandern, baden – den Schülern (und Lehrpersonen) wird einiges abverlangt.

Auch die Küchenangestellten der Klasse KA2e wurden nicht geschont. Sie tauschten Kochlöffel mit Heugabel und Schaufel und halfen einen Tag auf dem Bauernhof Gubel bei Menzingen (ZG) bei Familie Schmid mit. Nach einer informativen Führung durch den Bauernhof ging es an die Arbeit. Die Lernenden gruben Kartoffeln aus und schichteten Heu zu einem hohen Heuhaufen auf. Die Schüler zeigten vollen Einsatz: Sie stellten spannende Fragen und „chrampften“ mit viel Elan. Belohnt wurden Schüler und Lehrer mit einem herzhaften Kartoffelgratin – natürlich aus Zutaten vom eigenen Hof.

Am Schluss gab es für jeden einen Sack „Herdöpfel“ mit nach Hause. Kartoffeln, die mit den eigenen Händen aus dem Boden gezogen worden sind, schmecken einfach anders. En Guete!

 

Lernende beim „Landdienst“ auf dem Gubel bei Menzingen (ZG) 

Das ist der erste Jahresbericht der ABZ. Ob das Format und/ oder der Inhalt gefällt, wird sich weisen. Ein Jahresbericht kann vieles sein: Die Schule und ihre Menschen vorstellen, über die Ereignisse des Schuljahres informieren und als Plattform dienen, sich wieder mal Gedanken darüber zu machen, was Schule bedeutet.

Dieser Jahresbericht stand im Fokus der Veränderungen. Wir sind gezügelt und haben neue organisatorische Strukturen umgesetzt. Der nächste Jahresbericht wird sich vermehrt den verschiedenen Berufen widmen und aufzeigen, was und wie unterrichtet wird. Auch sollen die Menschen, die diese Schule ausmachen, vermehrt im Blick stehen.

Sowohl Lehrpersonen als auch Lernende sind auf Feedbacks angewiesen. Mit dieser letzten Karte besteht nun die Möglichkeit, der ABZ ein Feedback zu geben. Was macht die ABZ gut? Was gefällt? Wo hat sie noch Potenzial? Auch zum Jahresbericht selber kann hiermit eine Rückmeldung gegeben werden. Konstruktive Kritik ermöglicht, sich weiterzuentwickeln.

 

„Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.“ Henry van Dyke (1852-1933) unterrichtete 24 Jahre Englische Literatur.