Küchenangestellte/r EBA

Die Lehre als Küchenangestellte(r) ist ein körperlich und geistig anspruchsvoller Job. Unsere Arbeit umfasst die Vorbereitung von Gerichten, das heisst das Rüsten von Gemüse, das Bereitstellen der Lebensmittel, die Küchenreinigung, das Einspringen für fehlende Mitarbeiter und die Vorbereitungen für den nächsten Tag. Oft übernehmen wir auch selbständig einen ganzen Arbeitsprozess, zum Beispiel die Salattheke oder die Patisserie. Je nach Betrieb sind die Aufgaben verschieden.
Die Arbeitszeiten sind sehr streng, vor allem Arbeitstage mit Zimmerstunden. Es braucht seine Zeit, bis man sich daran gewöhnt. Im Restaurant beginnt die Arbeit in der Regel um 10 Uhr und dauert bis 14 Uhr, mit 30 Minuten Pause am Mittag. Von 14 Uhr bis 18 Uhr ist Zimmerstunde (Pause). Dann geht’s wieder los, manchmal bis um 23 Uhr. Einige von der Klasse machen die Lehre in einem Pflegezentrum oder Altersheim. Dort sind die Arbeitszeiten weniger anstrengend. Man arbeitet von 07.00 Uhr bis um 16.00 Uhr.
Wenn man eine Lehre im Spital macht, kann man das in der Schule Gelernte besser umsetzen. Zudem sind die Arbeitszeiten geregelter und die Lehrmeister haben viel Zeit für die Lernenden. Im Restaurant ist es schwierig, das Gelernte auch in der Praxis umzusetzen, weil jeder Betrieb anders funktioniert.
Dafür kann man im Restaurant viel lernen, zum Beispiel, wie man Teller anrichtet und man arbeitet individueller, jeder Gast bekommt nach Wunsch sein Gericht. Es ist stressig, aber die Atmosphäre ist cooler als im Spital oder Pflegezentrum. Der Umgangston im Restaurant ist viel rauer als im Spital.
Der Vorteil der Lehre ist, dass man immer etwas zu essen hat, weil man immer probieren kann. Zudem kann man die Gäste beglücken und man kann am Morgen oft länger schlafen als andere. Man hat auch oft unter der Woche frei. Der Nachteil ist, dass man lange stehen muss, aber man gewöhnt sich daran. Man hat unregelmässige Arbeitszeiten, arbeitet oft am Wochenende und bis spät in die Nacht. Zudem muss man mit Stress klar kommen und mit einem rauen Umgangston umgehen können. Auch sind Schnittwunden oder Verbrennungen an der Tagesordnung.
Trotzdem ist es ein sehr abwechslungsreicher, kreativer und leidenschaftlicher Beruf. Anstrengend aber anziehend!
Klasse KA 4c